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Vor dem Mähen muss die Sense gedengelt und gewetzt werden, erklärt Heiko Rau den Kursteilnehmern. Doch die Handarbeit lohnt sich: So können Gärten naturnah bleiben.

Gar nicht so einfach: Mähen mit der Sense

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Ranstadt(pm). Wahrscheinlich haben viele Wetterauer noch eine Sense von ihren Vorfahren - den Umgang mit dem Arbeitsgerät beherrschen aber nur noch wenige. Dabei ermöglicht das Mähen mit der Sense eine naturnahe Nutzung des Gartens, da die Höhe des Aufwuchses keine Rolle spielt. Auch werden keine Tiere gehäckselt oder aufgesaugt.

Aus diesem Grund haben die Naturfreunde Ober-Mockstadt kürzlich einen Praxiskurs angeboten. Heiko Rau erläuterte den etwa 25 Teilnehmern zunächst die unterschiedlichen Sensenformen, die man zum Gras- oder Getreidemähen benutzt. Einen Schwerpunkt legte er auf das Dengeln und zeigte, wie man die Sense mit dem Hammer bearbeitet, sodass die Schneide wieder dünn und scharf wird. Ein weitere wichtige Voraussetzung fürs Mähen ist das Schärfen der Sense mit einem Wetzstein. Rau erklärte: Sobald die Sense das typische Schnittgeräusch nicht mehr erklingen lässt, muss nachgeschärft werden. Wenn Wetzen nicht mehr hilft, muss neu gedengelt werden. Danach wurden unter Aufsicht die ersten Schnittübungen gemacht. Nach einigen Versuchen hatten die meisten Teilnehmer den Bogen raus und können das Erlernte nun im eigenen Garten anwenden.

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