Neuer U3-Kita zugestimmt

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Die Kinderbetreuung bildete den Schwerpunkt der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter im Bürgerhaus in Ranstadt. Einer der Punkte war die Gebührenfreistellung in den Kindertagesstätten, die per Landesgesetz ab August dieses Jahres für sechs Stunden für die letzten drei Kindergartenjahre gilt. Prinzipiell, da waren sich alle Fraktionen einig, sei die Entlastung der Eltern positiv. Nach Ansicht der SPD hat das Gesetz aber erhebliche Schönheitsfehler.

Die Kinderbetreuung bildete den Schwerpunkt der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter im Bürgerhaus in Ranstadt. Einer der Punkte war die Gebührenfreistellung in den Kindertagesstätten, die per Landesgesetz ab August dieses Jahres für sechs Stunden für die letzten drei Kindergartenjahre gilt. Prinzipiell, da waren sich alle Fraktionen einig, sei die Entlastung der Eltern positiv. Nach Ansicht der SPD hat das Gesetz aber erhebliche Schönheitsfehler.

"Die Gebührenfreiheit genießen nur Kinder über drei Jahre", sagte Vanessa Stroh. Die Sozialdemokraten, die seit zwanzig Jahren die Gebührenfreiheit in Kitas und eine qualifizierte Kinderbetreuung forderten, wollten auch Eltern von jüngeren Kindern entlasten. Gerade auf dem Land sei es wichtig, Perspektiven aufzuzeigen, wie berufliche Weiterentwicklung mit dem Wunsch, eine Familie zu gründen, verknüpft werden könne. Außerdem werde die Hälfte der Landeszuschüsse aus dem Kommunalen Finanzausgleich entnommen. Die Gebührenfreiheit "wird damit durch die Gemeinden selbst wieder finanziert, Geld, das an anderer Stelle fehlt", sagte Stroh.

24 neue Plätze

Christian Loh, Fraktionsvorsitzender der CDU, bemängelte, die SPD habe keine Konzepte für die Finanzierung der Gebührenfreiheit. Auch die Grünen begrüßten die Freistellung von den Gebühren. "Ich bin froh, dass die Gemeinde so viel getan hat und auf dem richtigen Weg ist", sagte Heiko Gläsel.

Auch im neuen Kindergartenjahr werden die flexiblen Nachmittagsmodule angeboten. Die Module seien ein Erfolgsmodell in der Region, mit dem die Eltern sehr zufrieden seien und die für eine bedarfsgerechte Familienpolitik stünden, hatte die SPD-Fraktion ihren Antrag begründet. Auch soll eine starke Verteuerung vermieden werden. In unmittelbarer Nähe der Kita Sonnenhügel in Dauernheim wird eine neue Einrichtung für Kinder unter drei Jahren entstehen. Diesen Beschluss fassten die Gemeindevertreter einstimmig. 24 neue U3-Plätze sollen in dem als flexibler Modulbau entstehenden Gebäude angeboten werden. Hierfür muss zunächst der Flächennutzungsplan geändert und das Grundstück von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) angekauft werden. Geplant ist die Einstellung von fünf Fachkräften. Die veranschlagten Kosten von 320 000 Euro sollen im Haushalt 2019 bereitgestellt werden.

"Es ist Druck auf dem Kessel", sagte Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel (SPD). Auf der Warteliste der ab Einjährigen stünden derzeit 34 Kinder für die Kindergärten in Ranstadt und Dauernheim. In Ranstadt stehen maximal 24, in Dauernheim maximal zehn Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung. Es sei zukünftig mit einem steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu rechnen. "Wir haben in den vergangenen Jahren viel in die Kinderbetreuung investiert, sowohl finanziell wie auch mental", sagte Reichert-Dietzel. Dieser Prozess sei allerdings nicht abgeschlossen, sondern müsse sich stetig weiterentwickeln.

Eine Weiterentwicklung des Kindergartenangebotes würde auch die Einrichtung einer Naturgruppe in der Kita Sonnenhügel bedeuten. Die wurde allerdings zunächst zurückgestellt. Hier soll in Gesprächen mit der Gemeinde Glauburg, mit der eine interkommunale Zusammenarbeit im Rahmen der Jugendarbeit besteht, ausgelotet werden, ob es Möglichkeiten der Zusammenarbeit gibt.

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