Interesse an Landesgartenschau

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Ranstadt(sl). Die Gemeindevertretung hat am Mittwoch mit großer Mehrheit - aber nicht einstimmig - ihr Interesse an der Durchführung einer interkommunalen Landesgartenschau im Jahre 2027 bekundet. Sie bestätigte damit eine entsprechende Empfehlung aus dem Haupt- und Finanzausschuss. Die Kosten für eine Machbarkeitsstudie werden von der Sparkassen-Stiftung und dem Verein Oberhessen übernommen. Eine interessante Entwicklung, auch wenn man nicht gleich losrennen müsse, um Blumenzwiebeln zu kaufen, wie Thomas Knauß (SPD) anmerkte. Für ihn wäre es grob fahrlässig, sich nicht an dieser Studie zu beteiligen. Keinen Nutzen sahen hingegen die Grünen darin, die die Region so erhalten wollten, wie sie ist, während für die Freien Wähler viele Vorteile zu Buche schlugen.

Christian Loh (CDU) gab zu, erst negativ eingestellt gewesen zu sein. Er habe sich aber überzeugen lassen, sich in eine Win-Win-Situation für Ranstadt und die Region zu begeben. Für eine Zustimmung Ranstadts hatte auch Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel geworben, die an das Tourismuskonzept in der Wetterau mit der international interessanten Keltenwelt am Glauberg erinnerte, die Chance zur Stärkung des ländlichen Raumes nannte und Lust auf die möglichen Entwicklungsperspektiven samt Vorzieheffekten bei Förderanträgen machte. Schließlich stehe der wirtschaftliche Profit nicht unbedingt im Vordergrund. Aber man profitiere beispielsweise bei der Planung von Rad- und Wanderwegen. Mit dem Votum sprach man dem Verein Oberhessen Unterstützung aus, der die Landesgartenschau mit seinen Mitgliedskommunen ausrichten will.

Auch der Um- und Anbau von Bürger- und Feuerwehrgerätehaus in Ranstadt war Thema. Die Maßnahmen sind längst beschlossen, Abrissarbeiten sind in vollem Gange. Der neue Gebäudekomplex wird als "Brandschutz-, Bildungs- und Begegnungszentrum" geführt und benötigte jetzt einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator. Die Vergabe an ein Fachunternehmen aus Olpe wäre eigentlich reine Formsache für den Gemeindevorstand. Da sich die Kosten aber auf 6251 Euro belaufen und somit das Limit von 5000 Euro überschreiten, musste sich die Gemeindevertretung damit befassen (eine Änderung dieser Regelung war zuvor gescheitert). Die Vetreter gaben die Vergabe mit vier Enthaltungen der CDU-Fraktion frei.

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