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Grünes Licht für »Bikepark«

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Ranstadt (sl). Die Gemeindevertretung Ranstadt hat bei ihrer jüngsten Sitzung die Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessgeräts für den gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirk mit Glauburg beschlossen. Lediglich zwei Mitglieder der SPD-Fraktion stimmten dagegen. Die Gemeindevertretung der Nachbarkommune hatte am Montag denselben Beschluss gefasst.

Ranstadt wird ein Gerät der Firma Jenoptik zunächst für ein Jahr leasen und sich die Option offenhalten, es anschließend zu kaufen. Ebenfalls eingekauft wird die Schulung von bis zu vier Personen. Die Leasingrate liegt bei rund 2500 Euro im Monat, die Schulung kostet rund 4500 Euro. Sprecher aller vier Fraktionen sprachen sich für den Erwerb aus, damit der Verkehr überwacht werden könne. Nur die SPD meldete Bedenken an, dass zu viele Verfahren und eventuelle Widersprüche zu einem »Verfahrensmonster« werden könnten. Deshalb stellte die Fraktion ihren Mitgliedern die Entscheidung frei.

Kosten in Höhe von 600 000 Euro

Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel (SPD) fügte an, dass der Gemeindevorstand eine Ausschreibung für einen Posten der Ordnungspolizei auf den Weg bringen werde, damit die regelmäßigen Messungen auch vorgenommen werden können.

Für das Thema »Bikepark« war der Ausschuss für Jugend und Soziales mit der Entscheidungskompetenz ausgestattet worden. Vize-Vorsitzender Armin Dechert informierte darüber, dass man der Errichtung in der Nähe des Kindergartens und der Grundschule mit 7:2 Stimmen zugestimmt habe.

Die Kosten belaufen sich nach einer ersten Schätzung auf rund 500 000 Euro, dazu kommen weitere 100 000 Euro für einen »Kids Pump Track« für Kinder und Kleinkinder. Udo Schädel von der Verwaltung berichtete, dass die Anlage inzwischen als förderfähig eingestuft worden sei. Derzeit suche man den Fördertopf mit der höchsten Bezuschussung.

Abgelehnt wurde die Einrichtung einer Waldkindergartengruppe. Im Ausschuss für Jugend und Soziales, wo das Konzept der Trägerin Asha Scherbach vorgestellt worden war, habe man sich mit 6:3 Stimmen dagegen ausgesprochen, weil man keine private Trägerschaft wünsche, berichtete Dechert. Antragstellerin Manuela Walter (Freie Wähler) bedauerte diese Entscheidung; der Bedarf von Eltern sei nicht abgefragt worden.

Keine Zustimmung für Bebauung

Keine Zustimmung gab es auch für den Bebauungswunsch eines Investors für das Grundstück »Am Weinberg 2« in Dauernheim. Christian Gugler (Grüne), Vorsitzender des Ausschusses für Bauen und Umwelt, erklärte den Abgeordneten, dass sich das Gremium mit acht Nein-Stimmen dagegen ausgesprochen habe, weil man enorme Erschließungsprobleme in Sachen Wasser und Abwasser gesehen und die Bebauung als zu dicht erachtet habe. Mirko Berg (SPD) habe sich im Ausschuss darüber gewundert, dass der Investor für zehn Gebäude bereits zehn Interessenten mitgebracht hatte. Ulrich Kaiser (CDU) habe argumentiert, dass die Vorstellung wenig überzeugend gewirkt und die Ausschussmitglieder keine Identifikation mit Dauernheim oder der Gemeinde Ranstadt entdeckt habe.

Reichert-Dietzel berichtete, dass die Bauverwaltung immer öfter mit solchen Planungen konfrontiert werde. »Offensichtlich gehören wir zu einem sehr interessanten Einzugsgebiet«, sagte die Rathauschefin. Sie dankte allen Beteiligten, dass »wir das gut und überparteilich diskutieren«.

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