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Unterhalb der Kirche ist eine Fläche mit Wildblumen angelegt worden.

Friedhof naturnah gestaltet

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Ranstadt (pm). Vor zwei Jahren haben die Naturfreunde Ober-Mockstadt als Teil ihres Projekts »Wachsen lassen« auch die naturnahe Gestaltung des Friedhofs angeregt und mit der Gemeindeverwaltung und dem Bauhof beschlossen.

Für alle Beteiligten sei dies eine Lernkurve gewesen, wie der Verein mitteilt. Auch wenn es immer etwas zu verbessern gebe: Nun könne man deutlich erkennen, dass das Projekt Früchte trage.

Früchte im wörtlichen Sinne: So wurden viele Wildsträucher neu gesetzt, und jetzt kann, wer will, von der wilden Stachelbeere naschen. Auch die Pflanzen im neuen Staudenbeet sind gut angegangen und blühen teilweise schon.

Unterhalb der Kirche wurde eine Fläche mit Wildblumen angesät - auch hier ist ein Summen und Brummen zu hören. »Dies kann ein gutes Beispiel für viele öffentlichen Flächen sein«, finden die Naturfreunde.

Ein Streifen an der Friedhofsmauer und eine ungenutzte Fläche im hinteren Teil des Friedhofes wurden weitgehend der Natur überlassen. Hier wird nur selten gemäht und lediglich bei zu heftiger Verbreitung von Disteln eingegriffen. Um die Gräber herum, im Bereich der Baumbestattung, an den Rändern der naturbelassenen Flächen und an allen Wegen führen die Bauhofmitarbeiter regelmäßige Arbeiten durch.

Die Naturfreunde heben die Anregungen der Friedhofsbesucher hervor. Auch die kritischen Hinweise seien hilfreich gewesen. Nun könne man mehr und mehr erkennen, wie schön ein naturnaher Friedhof als Ruhe und Besinnungsstätte sein könne. »Insekten, Vögel, Igel und alles mögliche Kleingetier werden es uns danken. Jeder Quadratmeter biologisch wertvolle Fläche hilft. Auch dem Klima.«

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