Einschränkung bei Notständen

  • VonStephan Lutz
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Ranstadt (sl). Mit einer Gefahrenabwehrverordnung über die Einschränkung des Verbrauchs von Trinkwasser bei Notständen in der Wasserversorgung will die Gemeinde Ranstadt auf die Wasserampel reagieren, die die Ovag mit Blick auf den problematischen Grundwasserspiegel und mögliche Trinkwasserknappheit in Sommermonaten einführen wird. Das Thema soll zunächst im Bauauschuss beraten werden.

Auf Vorschlag von Mirko Berg (SPD) erhielt der Gemeindevorstand zusätzlich einen Prüfauftrag, ob nicht die Aushandlung eines neuen Wasserliefervertrags mit der Ovag die bessere Lösung für die Ranstädter Haushalte wäre. Außerdem soll der Antrag auch im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden. Vorschläge, die einstimmig angenommen wurden.

Trauriger Anlass: Während der Parlamentssitzung hat Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel die Totenehrung für Ex- und Ehrenbürgermeister Walter Suppes vorgenommen, der am 11. September, nur einen Tag nach seinem 94. Geburtstag, friedlich entschlafen war. Die Anwesenden erhoben sich dazu von ihren Plätzen. Sie würdigte Suppes »als einen Mann, der in seinem langen und erfüllten Leben viel Zeit, Geduld und Kraft der Entwicklung unserer Gemeinde Ranstadt widmete«. 29 Jahre war er im Dienst und sorgte maßgebend mit dafür, dass die Gemeinde Ranstadt und insbesondere die Verwaltung auf einem festen Fundament stehen.

Walter Suppes wurde 1962 zum hauptamtlichen Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Ranstadt gewählt. Trotz politischer Turbulenzen gelang es ihm im Anschluss an schwere Nachkriegsjahre die Weichen Richtung Zukunft zu stellen. Der Aufbruch in die neue Zeit versprach viele Perspektiven sowie zahlreiche Entwicklungen und gesellschaftliche Veränderungen. Es folgte der Gemeindezusammenschluss 1971, und Suppes wurde am 22. Oktober 1972 zum Bürgermeister der neuen Großgemeinde mit nun fünf Ortsteilen gewählt. »Ein Amt, das er 19 Jahre ausübte. In dieser Zeit wurden viele vereinbarte Projekte der Gebietsreform umgesetzt. Bürgerhäuser, Straßen, die erste Kläranlage und viele Meilensteine mehr«, so Reichert-Dietzel.

Suppes galt als moderat und verfolgte stets das Ziel breite politische Mehrheiten zu gewinnen. In seine Ägide fällt auch der Umzug in das heutige Rathaus. Mit viel Fingerspitzengefühl baute er eine Verwaltung auf und nahm bis zuletzt rege und aktiv am Gemeindegeschehen teil. Eine Erinnerung an ihn ist ein erst kürzlich gedrehtes Video zum Thema »50 Jahre Großgemeinde Ranstadt«.

Reichert-Dietzel: »Was er für diese Gemeinde geleistet hat, ist sinnstiftend für kommende Generationen und steht als Vorbild wie als Beispiel für viele andere, die sich ehren- und hauptamtlich für unser Gemeindewesen vor Ort verdient machen.«

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