Drei Gefahrenlagen zu beachten

  • VonHarald Schuchardt
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Ranstadt (sl). Starkregenereignisse im Allgemeinen und der Hochwasserschutz für Dauernheim im Speziellen beschäftigte das Ranstädter Parlament in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend.

Einstimmig folgten die Gemeindevertreter einer Stellungnahme von Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel zum Planfeststellungsverfahren einer Maßnahme des Wasserverbands Nidda, die zwar keine Ablehnung signalisierte, jedoch klare Forderungen und Nachbesserungen auflistete. So will man die Durchlässe an der L 3187 auf ausreichende Funktionstüchtigkeit überprüfen, den Ausweichplatz am Sportplatz als Retensionsfläche nutzen und klären, ob der Steg an der Gemeindehalle (Kostenschätzung rund 200 000 Euro) dort oder überhaupt erforderlich ist.

Ferner müssen die Binnenentwässerung für Dauernheim neu berechnet und Pumpenschächte und -anlagen geprüft werden. Außerdem, so Reichert-Dietzel, sollen die Retensionsräume am Laisbach vor Dauernheim, Ranstadt, Bellmuth und Bobenhausen in die Betrachtung der Pläne des Wasserverbandes aufgenommen werden. Die Rathauschefin machte deutlich, dass die Gemeinde alleine für den Hochwasserschutz am Laisbach zuständig sei.

Einig war sich das Parlament darüber, dass es Dauernheim mit drei Gefahrenlagen zu tun bekommen kann: der hohe Grundwasserspiegel, Starkregenereignisse und die Hochwasserpegel von Nidda und weiteren Zuflüssen. Als realistische Alternative bietet die Bauverwaltung ferner einen zusätzlichen Flutgraben, der außerhalb der Landstraße zu ziehen ist.

Reichert-Dietzel verdeutlichte außerdem, dass sie als Bürgermeisterin und ihr Gemeindevorstand das Leben sowie Hab und Gut der Bürger schützen und im Falle eines Falles die Verantwortung übernehmen müssten.

Verbandsvorsitzender Joachim Arnold nannte die vorgestellte Maßnahme »eine einmalige Chance für Ranstadt«, auch beim Thema Finanzierung und Landeszuschüsse. Christian Gugler (Grüne) will deshalb im Bauausschuss weitere Lösungsansätze beraten. Thomas Knaus (SPD) machte deutlich, »dass dem Wasser das Tempo genommen und der Platz gegeben werden muss«. Christian Loh (CDU) mahnte an, dass man nicht auf Zeit spielen könne und forderte flankierende Maßnahmen. Und Uwe Kaufmann (Freie Wähler) stellte klar, dass viele mit der jetzigen Planung unzufrieden seien.

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