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Deutlich mehr Einsätze

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Von: Stephan Lutz

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Kreisbrandinspektor Lars Henrich (hinten r.) sowie Gemeindebrandinspektor Frank Kraft (l.) und Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel (3. v. l.) mit den geehrten, beförderten und ausgezeichneten Einsatzkräften der Ranstädter Feuerwehren. © Stephan Lutz

Ranstadt (sl). »Wir stehen vor großen Herausforderungen, aber unsere Feuerwehren sind ein großer Baustein, auf den wir bauen können.« Mit diesen Worten lobte Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel bei der Vollversammlung der Ranstädter Wehren ihre Einsatzkräfte. Die Zusammenkunft war von Ernennungen, Beförderungen, Ehrungen und Verleihungen geprägt.

Die Rathauschefin dankte für die Jugendarbeit, die den eigenen Nachwuchs heranzieht, und allen Einsatzkräften für das stete Engagement, die Pflichtaufgabe der Gemeinde, Brandschutz und Sicherheit, zu gewährleisten. Sie sprach die Fragen an, wie viel Feuerwehr nötig sei, wie man das Ehrenamt stärken könne und wie sich die problemlose Freistellung von Feuerwehrkräften von ihren Arbeitgebern erreichen lässt.

In Ranstadt sei die Unterstützungsbereitschaft im Parlament für die Feuerwehr durch alle Fraktionen groß. Man habe zuletzt drei Gerätehäuser in Dauernheim (fertiggestellt), in Ranstadt (in aller Stille in Betrieb genommen) und Ober-Mockstadt (Baubeginn wahrscheinlich nächstes Jahr) ertüchtigt. »Auch für Bellmuth und Bobenhausen sind wir im Gespräch«, sagte Reichert-Dietzel. Ferner aktualisierte man die Feuerwehrsatzung und deren Gebührensatzung mit dem Wehrführerausschuss und will sie bald im Parlament beschließen. Darin werbe man mit allerlei Vergünstigungen um die Einsatzkräfte.

Zuvor hatte die Rathauschefin die Ergänzungswahlen für die neue Gemeindejugendwartin Selina Wirth geleitet, die dank einstimmigen Votums in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt. Gabi Wirth hatte die Jugendarbeit aller Ortsteilwehren 13 Jahre geleitet. Weiter im Amt der Vize-Gemeindejugendwarte bleiben Steffen Schneider und Tobias Wirth.

Konstante Aktiven-Zahlen

Gemeindebrandinspektor Frank Kraft hatte im Beisein von Kreisbrandinspektor Lars Henrich, Gemeindevertretungsvorsitzendem Günther Ruppert und Erstem Beigeordneten Gerhard Stroh die Versammlung eröffnet und trotz der Corona-Pandemie und vieler Entbehrungen von relativ konstanten Zahlen zur Einsatzstärke berichtet. So zähle man derzeit 107 aktive Wehrleute, 30 Mitglieder in den Jugendfeuerwehren und 34 in den Kindergruppen.

Überdurchschnittlich angestiegen ist die Zahl der Einsätze, die in den Vorjahren zwischen 20 und 27 lag und für 2021 42 betrug. Eine Folge von Sturm- und Hochwassereinsätzen, sagte Kraft. Denn die Zahl der Hilfeleistungen (28) habe sich zum Vorjahr (10) fast verdreifacht, während die Brandeinsätze mit 14 konstant blieben. »Was auffällt: Auch die Zahl der Alarmierungen an Werktagen verdoppelte sich von 15 auf 30.«

Den Bericht über die enorm eingeschränkte Jugendarbeit verlas Steffen Schneider, ehe Lars Henrich seine Freude über diese Präsenzveranstaltung kundtat. Mit den Grüßen der Kreisspitze verband er den Dank für die geleistete Arbeit. Glücklicherweise habe die Pandemie den Wehren in der Wetterau keine großen Rückgänge beschieden. Er versprach, die ausgefallenen Lehrgänge nachzuholen und lobte das Engagement in den Kinder- und Jugendgruppen, die Begeisterung für die Feuerwehr zu schaffen.

Grußworte von Christian Loh für das Gemeindeparlament und vom stellvertretenden Gemeindebrandinspektor Markus Wickl leiteten zu den umfangreichen Ehrungen, Beförderungen und Auszeichnungen über.

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