dab_feuerwehr2_130721_4c_1
+
dab_feuerwehr2_130721_4c_1

Dank für Durchhaltevermögen

  • VonCathrin Lutz
    schließen

Ranstadt (cat). Unter Einhaltung aller Hygiene-Auflagen hat die Großgemeinde Ranstadt am Freitag erstmals seit 2019 eine gemeinsame Jahreshauptversammlung aller Ortsteilfeuerwehren abgehalten. Als Ehrengäste konnte Gemeindebrandinspektor Frank Kraft Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel, Kreisbrandmeister Jens Christiansen sowie politische Vertreter begrüßen.

Entschuldigen musste er wegen Erkrankung seinen Vize Markus Wickl und Schriftführerin Isabell Lauster.

300 aktive Wehrleute

Krafts Rückblick war von den Auswirkungen der Pandemie bestimmt. Er nutzte die Gelegenheit, allen Kameraden für ihr Durchhaltevermögen, den Ehrgeiz und die ungebrochene Motivation zu danken, um die Pflichtaufgaben unter den Oberbegriffen Retten, Löschen, Bergen, Schützen zu erfüllen. »Und das sowohl in abwehrender als auch in vorbeugender Art«, richtete Kraft sich an die Truppe. Dabei vergaß er auch nicht die Jugendarbeit, die von Ortsjugendwartin Gabi Wirth dargestellt wurde, und das normale Vereinsleben.

2019 zählte man im Gemeindegebiet 110 aktive Wehrleute sowie 46 Mitglieder in der Jugend- und weitere 34 in der Kinderfeuerwehr. Mit den Aktiven in den Ehren- und Altersabteilungen kam man auf fast 300 Aktive. 2020 konnten sieben zusätzlich Einsatzkräfte rekrutiert werden, und die Zahlen im Jugend- und Kinderbereich blieben nahezu konstant. »Zählt man alle Mitglieder in den Vereinen dazu, kommen wir auf etwa 720 Feuerwehranhänger, was etwa 13 Prozent unserer Gesamtbevölkerung bedeutet«, freute sich Kraft. Seit 2016 konstant erhöht haben sich die Zahlen der Trupp-, Gruppen- und Zugführer sowie der Atemschutzgeräteträger. Die Zahl der Einsätze lagen 2018 bei 20, stiegen 2019 auf 27 und blieben 2020 mit 26 konstant hoch.

Voll des Lobes war auch Bürgermeisterin Reichert-Dietzel, die im Namen der Gemeindegremien allen dankte, die sich dem Feuerwehrwesen mit Herz und Seele verschrieben hätten. »Die Politik steht hinter euch«, betonte sie und verteidigte einmal mehr die dezentrale Lösung für den Brand- und Bevölkerungsschutz.

Kreisbrandmeister Christiansen bemerkte, dass an diesem Abend das Wort »Pandemie« öfter genannt wurde als »Feuerwehr«. Die Corona-Lage spiegele das tägliche Geschäft der Wehrleute wider: »Improvisieren bis zur besten Lösung.« Auch wenn der Lehrgangsbetrieb derzeit auf Sparflamme laufe, solle die Motivation nicht abhanden kommen.

Ober-Mockstadts Ortsvorsteher Christian Loh hob hervor, dass auch in der Pandemie alle Einsätze optimal gelaufen seien. Die Ergebnisse zeigten einen guten Ausbildungsstand.

dab_feuerwehr1_130721_4c_1

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare