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In der Werkstatt (v. l.): Carolin Müller-Hensel, Christian Loh und Bundestagskandidat Armin Häuser bei »Ago« Torsten Beck und seinem Auszubildenden Peter Götz.

Begnadeter Mechaniker und Tüftler

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Ranstadt/Wetteraukreis (pm). Dass ein Wahlkampf belebende Elemente besitzt, hat CDU-Bundestagskandidat Armin Häuser schon in früheren Jahren erfahren. Ein Erlebnis dieser Art widerfuhr ihm jetzt auf einem Rundgang durch Ranstadt, bei dem er unter anderem vom CDU-Vorsitzenden Christian Loh, den Parteimitgliedern Beate Zwirner, Richard Mickel, Markus Schwarzer und Ottmar Herche sowie Gemeindevertreterin Carolin Müller-Hensel begleitet wurde.

Der Stopp in »Ago’s Motorcycles« und vor allem die Diskussion mit Inhaber Torsten Beck entführte die Besucherinnen und Besucher in die weite Welt des Motorsports.

In Ober-Mockstadt hat Torsten Beck, genannt Ago, vor vielen Jahren eine neue Heimat und vor allem Räume für seine Werkstatt gefunden. Hier setzt der Meister im Zweiradmechanikerhandwerk klassische Motorräder, ebenso wie so genannte Youngtimer, in Stand. Ferner sammelt und liefert er Ersatzteile, bereitet Klassik-Zweiräder für den Einsatz bei Rennen vor und bietet auch sonst umfangreiche Serviceleistungen rund ums Motorrad an.

Sein Hobby zum Beruf gemacht hat Beck nach einer Umschulungsmaßnahme, und den Sprung in die Selbstständigkeit hat er eigener Aussage nach nie bereut. Immer wieder packte er in früheren Jahren, auf einen Anruf hin, seine Siebensachen und machte sich auf den Weg durch alle Kontinente, um Überbleibsel von Motorrädern ausfindig zu machen oder einzusammeln, denen ein Laie höchstens Schrottwert attestieren würde.

In einer gegenüber der Werkstatt liegenden Garage zeigte Beck seinen faszinierten Gästen mehrere hölzerne Transportkisten, die nach dem Öffnen den Blick freigaben auf angerostete, teils verformte Metallteile. »Das schicken die mir, und dann soll ich daraus wieder eine Maschine machen«, berichtete Beck mit einer Ironie, die das Wissen ums eigene Können nicht ganz verbergen konnte.

In Deutschland kenne Beck in seiner beruflichen Nische nur noch zwei bis drei Kollegen, mit denen er auf Augenhöhe sei. Über Trittbrettfahrer redet er nicht. Aufträge erhält er auch aus dem europäischen Umland oder sogar aus Übersee. Zum Teil gibt es längere Wartezeiten, bis sich der Firmeninhaber um neue Projekte kümmern kann. Ein echter Liebhaber wartet aber geduldig, bis der Fachmann Zeit für sein Motorrad findet.

Armin Häuser zeigte sich beeindruckt sowohl von der Persönlichkeit des mechanisch begabten Tüftlers als auch von dem kleinen, aber feinen Betrieb, den Beck sich in Ober-Mockstadt aufgebaut hat. In dem jungen Peter Götz aus Florstadt hat sich ein Interessierter gefunden, mit dem Torsten Beck hofft, in einer regulären Berufsausbildung sein in vielen Jahren und Jahrzehnten erarbeitetes Wissen weitergeben zu können. »Es ist immer wieder schön zu sehen, wie erfolgreich Menschen sind, wenn sie etwas mit Leib und Seele machen«, verabschiedete sich Häuser.

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