Auch Ranstadt bei Forst- und Holzkontor dabei

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Ranstadt(sl). Die Zukunft der Holzvermarktung ist auch in der jüngsten Ranstädter Gemeindevertretung Thema gewesen. Mit einem Grundsatzbeschluss wurde der Gemeindevorstand beauftragt, gemeinsam mit anderen Kommunen eine geeignete Organisationsform zu schaffen und dieser Organisation eine Struktur zu geben, um möglichst effektiv am Markt agieren zu können. Ein Thema, das zur "Chefsache der Wetterauer Bürgermeister" erkoren wurde, wie Rathauschefin Cäcilia Reichert-Dietzel (SPD) sagte.

Für viele Kommunalpolitiker sei die Entscheidung von Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) "viel zu schnell und viel zu voreilig", so Reichert-Dietzel. Derzeit befinde man sich in einer ungeklärten Rechtslage, niemand wisse, wie es weitergehen soll, da man weder Förster noch Forstmaschinen besitze. Das Land stelle Zuschüsse in Aussicht, wenn diese neue Organisationsform die Förster des Landes Hessen übernehme. Doch obwohl die letzten Verträge aus 2018 nur noch bis Ende September abgearbeitet werden dürfen, liegt bislang lediglich ein Richtlinienentwurf des Landes vor. Demnach könnten 200 000 Euro fließen, wenn die neue Organisation über 10 000 Hektar Waldfläche aufweist. Eine Summe, die Reichert-Dietzel lediglich als "Anschubfinanzierung" ansah.

Derzeit prüfen die Kommunen im Wetterau- und Main-Kinzig-Kreis die Gründung eines Holz- und Forstkontors (siehe diese Seite). "Das ist wieder eine Aufgabenverteilung von oben nach unten", schimpfte Reichert-Dietzel, das sei man bei dieser Landesregierung bereits gewohnt.

Die Ranstädter Gemeindevertretung fasste den Grundsatzbeschluss zum Beitritt einer gemeinsamen Holzvermarktungsorganisation und überwies das Thema parallel in den Haupt- und Finanzausschuss, um beraten und Fachleute einladen zu können.

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