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Einblicke in den Pflegealltag: (von links) Corinna Staub (Mitarbeiterin Alltagsengel), Doreen Schumacher (Geschäftsführerin und Pflegedienstleitung) und Bundestagskandidatin Natalie Pawlik.

Anpacken in der Frühschicht

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Ranstadt (pm). SPD-Bundestagskandidatin Natalie Pawlik nutzte die Sommerferien für zahlreiche Einblicke in das vielfältige (Arbeits-)Leben in der Wetterau. Im Rahmen eines Praxistages beim Ranstädter ambulanten Pflegedienst Alltags-Engel, rund um das Team von Doreen Schumacher, begleitete Pawlik eine Frühschicht und packte mit an. Heben, Waschen, Strümpfe anziehen, Medikamente verabreichen, hauswirtschaftliche Hilfe und einfach mal für die Menschen da zu sein - die Aufgaben in der ambulanten Pflege seien sehr unterschiedlich.

Genauso unterschiedlich seien auch die Geschichten der zu pflegenden Personen wie auch die der Pflegerinnen und Pfleger. »Gute Pflege für alle Menschen zu ermöglichen und die Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal zu verbessern ist mir wichtig. Die Einblicke aus nächster Nähe beim Praxistag helfen mir dabei, das Thema in seiner Gänze zu durchschauen«, erläuterte Pawlik. Die Alltags-Engel bieten professionelle ambulante Alten- und Krankenpflege in Ranstadt und Umgebung an. Sie beraten, unterstützen und pflegen über 100 Patientinnen und Patienten.

Im Anschluss an den Praktikumstag folgte ein Gespräch mit Geschäftsführerin Doreen Schumacher und den beiden Pflegefachkräften Corinna Staub und Rena Foltes über die Rahmenbedingungen in der Pflege. »Bei uns stehen die Patientinnen und Patienten und deren Wohlbefinden im Fokus. Unser Ziel ist es Kranken- und Seniorenpflege auf allerhöchstem Niveau anzubieten. Und dabei setzen wir auf unsere wertvollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter«, so Schumacher. Das Team umfasst zwölf Pflegefachkräfte und sechs Pflegeassistentinnen sowie hauswirtschaftliche Mitarbeiter. Sie haben die unterschiedlichsten beruflichen Hintergründe und Lebensgeschichten, doch alle eine der Wunsch, Menschen im Alter ein gutes Leben so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen, unterstrich Schumacher.

»Viele Menschen wollen auch im Alter und bei Pflegebedürftigkeit in ihrem Zuhause so lange wie möglich wohnen bleiben. Das ist vor allem im ländlichen Raum, wo der nächste Arzt, die Apotheke und der Nahversorger oft weiter entfernt liegen, eine Herausforderung. Die ambulante Pflege ist neben der Hilfe der Angehörigen hier besonders wichtig, um durch den Alltag zu kommen«, erklärte Pawlik. »Pflegende Angehörige wollen wir als SPD unter anderem mit dem Modell einer Familienpflegezeit unterstützen. Wer Angehörige pflegt, soll Anspruch auf Lohnersatz bei einer Arbeitszeitreduzierung für jeden nahen Angehörigen ab Pflegegrad 2 erhalten. Um gute Pflege in der Fläche zu ermöglichen, wollen wir darüber hinaus auch im Rahmen eines Modellprojektes Dienstleistungszentren in kleinen Städten und Gemeinden schaffen, in denen medizinische und haushaltnahe Dienstleistungen in Kooperation mit vorhandenen lokalen Anbietern vermittelt werden.«

Abhilfe und Beratungsangebote zu stärken sei auch aus Sicht von Doreen Schumacher notwendig. »Viele Menschen sind überfordert mit den Formalitäten oder wissen nicht was ihnen zusteht. Gute Pflege hängt stark von den finanziellen Möglichkeiten und der Familie ab. Vor allem alleinstehende Menschen haben es im Alter schwer«, so Schumacher, die selbst zunächst in der stationären Pflege tätig war.

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