Auf dem ehemaligen "Farepa"-Gelände entsteht ein Wohngebiet mit Schwedenhäusern. FOTO: CAT
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Auf dem ehemaligen "Farepa"-Gelände entsteht ein Wohngebiet mit Schwedenhäusern. FOTO: CAT

Abwasser und Straßennamen

  • vonCathrin Lutz
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Ranstadt(cat). Die Gemeindevertretung hat eine Anpassung der Gebühren im Abwasserbereich von derzeit 3,08 Euro pro Kubikmeter auf dann 4,29 Euro einstimmig beschlossen. Allerdings will man diese Erhöhung in zwei Stufen realisieren: Zum 1. Januar 2021 steigt der Kubikmeterpreis um 0,60 Euro auf 3,68 Euro und zum 1. Januar 2022 um weitere 0,61 Euro. Parallel dazu wird auch die seit 2013 fällige Gebühr für Niederschlagswasser angepasst: Sie erhöht sich zum 1. Januar 2021 auf 0,50 Euro pro Quadratmeter und lag bislang bei einem Quadratmeterpreis von 0,47 Euro. Außerdem ist hierfür ein kalkulatorischer Zinssatz von 2,30 Prozent ab 1. Januar 2021 für drei Jahre festgesetzt worden.

Rundwanderweg im Gespräch

"Wer will schon ›Am Wolfsloch‹ wohnen?", fragten sich die Gemeindevertreter angesichts der Straßennamenvergabe im Rahmen einer städtebaulichen Vereinbarung für das kleine Neubaugebiet auf dem ehemaligen "Farepa"-Gelände, wo die Ranstadt Grundstücksgesellschaft mbH eine Reihe von Schwedenhäusern errichten will. Im Ortsbeirat waren einigen Straßennamen, die sich an den alten Gemarkungsnamen orientieren, gesammelt und dem Investor vorgelegt worden. Der äußerte inzwischen den Wunsch, dass das Areal weder mit den Begriffen "Wolf" noch "Schweden" in Verbindung gebracht werde. Das Parlament erstellte daraufhin eine Liste, die der Grundstücksgesellschaft zur Auswahl ihres Favoriten vorgelegt werden soll. Die Entscheidung wird auf einer der nächsten Sitzungen der Gemeindevertreter verkündet werden.

Ohne weitergehende Beratung und Diskussion in den Ausschuss für Bauen, Umwelt und Landwirtschaft überwiesen hat die Ranstädter Gemeindevertretung den Antrag der Freien Wähler zum Lückenschluss einiger Feldwege, um einen 25 Kilometer langen Rundwanderweg um Ranstadt mit Einstiegsmöglichkeiten in jedem Ortsteil zu erhalten. Rita Herche verlas den vom erkrankten Michael Strecker ausformulierten Antrag, der weitaus früher als die 2027 angesetzte Landesgartenschau aktiv werden will. "Gerade in Zeiten der Corona-Einschränkungen rückt das Wandern und die Bewegung rund um die eigene Heimat zunehmend in den Mittelpunkt", so Strecker. Oftmals fehlten nur einige Hundert Meter befestigter Wege, um einen Rundweg zu erhalten. "Durch diesen ›Lückenschluss‹ erhalte man einen Panorama-Rundweg, ähnlich des ›Florstädter Sterns‹, aber landschaftlich wesentlich reizvoller", so der FW-Antrag.

Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel informierte die Parlamentarier zudem über die Einführung des Wasserampelsystems der Ovag ab dem kommenden Jahr. Sie erläuterte das System mit Meldungen an die Kommunen, wenn der Verbrauch über der vertraglich geregelten Liefermenge liege. Dann gelte es, den Verbrauch zu reduzieren oder die Liefermengen anzupassen und teurere Verträge einzugehen. Es sei ein nachhaltiges und vorausschauendes System mit den Abstufungen grün, gelb und rot, die die Reserven an Grundwasser darstellten.

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