Vor einem Jahr wurde zwischen Darmstadt-Wixhausen und Egelsbach das erste Teilstück von Hessens erstem Radschnellweg eröffnet. Auch zwischen Butzbach und Frankfurt soll eine solche "Rad-Autobahn" gebaut werden.		ARCHIVFOTO: DPA
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Vor einem Jahr wurde zwischen Darmstadt-Wixhausen und Egelsbach das erste Teilstück von Hessens erstem Radschnellweg eröffnet. Auch zwischen Butzbach und Frankfurt soll eine solche »Rad-Autobahn« gebaut werden. ARCHIVFOTO: DPA

Rad-Autobahn nach Frankfurt

  • Jürgen Wagner
    vonJürgen Wagner
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Die Kreisstadt beteiligt sich an einer Machbarkeitsstudie für eine Fahrrad-Autobahn nach Frankfurt. Das Land Hessen hat diese Idee angeregt, will mit Radschnellwegen dem Verkehrskollaps vorbeugen.

Wie Bürgermeister Dirk Antkowiak (CDU) in der Sitzung des Ausschusses für Energie, Wirtschaft und Verkehr mitteilte, hat der Magistrat beschlossen, sich mit 10 000 Euro an der Finanzierung der Machbarkeitsstudie für eine »Radschnell- bzw. Raddirektverbindung« zu beteiligen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 100 000 Euro.

Außer Friedberg beteiligen sich auch der Wetteraukreis sowie die Städte und Gemeinden Butzbach, Ober-Mörlen, Bad Nauheim, Wöllstadt, Karben, Bad Vilbel und Frankfurt/Main an der Finanzierung. Da mit einer Landesförderung in Höhe von 50 Prozent zu rechnen ist, dürfte sich nur noch ein kommunaler Eigenanteil von 5000 Euro ergeben. Radschnell- bzw. -direktverbindungen werden als wichtige Bausteine der Verkehrswende betrachtet. Sie ermöglichen Berufspendlern, über die kommunalen Grenzen hinweg zügig, komfortabel und sicher voranzukommen. »Durch diese Premiumrouten des Radverkehrs wird das Klima geschont und die Luftqualität verbessert«, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Außerdem nützten sie allen Verkehrsteilnehmern, »weil sie das Straßensystem entlasten«.

Das Land Hessen hat im April 2019 eine landesweite Potenzialkorridorstudie für solche Strecken veröffentlicht. Der Korridor von Butzbach nach Frankfurt wird als sinnvoll betrachtet. Das Land empfahl die Machbarkeitsstudie, der Regionalverband Frankfurt/Rhein-Main hat die Voraussetzungen dafür geschaffen und wird die Studie koordinieren.

Wie Bürgermeister Antkowiak sagte, hat die Studie zwei Ziele: Zum einen soll untersucht werden, in welcher Ausbauqualität eine solche Radverbindung realisiert werden kann. Zum anderen soll im Anschluss auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse eine gemeinsame Trassenführung erarbeitet werde. Antkowiak: »Wir beteiligen uns mit kleinem Geld an einer guten Sache.«

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