30 Prozent bezahlbarer Wohnraum

  • vonUdo Dickenberger
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Niddatal (udo). Die Stadtverordnetenversammlung hat den geänderten Antrag der SPD und der Linken beschlossen, laut dem in allen künftigen Baugebieten die Quote bezahlbarer Wohnungen bei 30 Prozent liegen soll. Oliver Seuss (Grüne) kritisierte allerdings, man könne nicht ohne detaillierte Kenntnisse eine Quote verordneten. Peter Schmitz (FDP) wies auf die Willkürlichkeit der Zahl hin. Er betonte, Planwirtschaft funktioniere nicht und Individualität sei gefordert. Die Sinnhaftigkeit von Quoten sei längst widerlegt. Die Vergabe bezahlbarer Wohnungen erfordere einen großen Verwaltungsaufwand.

Achim Saßmannshausen (SPD) hob hingegen die sich zuspitzende Wohnungssituation in der Wetterau hervor. In neuen Wohngebieten seien ehrgeizige Ziele zu setzen. Während Seuss sicher war, die beiden Ziele des bezahlbaren Wohnraums zum einen und der Plus-Energie-Häuser zum anderen widersprächen sich, hielt Bürgermeister Dr. Bernhard Hertel die Vereinbarkeit beider Vorgaben für erwiesen.

Die Grünen hatten außerdem ein Konzept zur Neugestaltung der Friedhöfe mit mehr Grün und mehr Sitzbänken beantragt. Nachdem der Bauausschuss die Friedhöfe besichtigt hatte, wurde nun beschlossen, der Magistrat möge die Verwaltung mit Vorplanungen für einen Friedhof beauftragen, um später ein Fachbüro für 15 000 Euro mit den Planungen zur Umgestaltung der Friedhöfe zu beauftragen. Die Bürger sollen dadurch ermuntert werden, die Grünflächen länger zu nutzen. Auch auf den behindertengerechten Ausbau sei zu achten.

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