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Die Mundart-Band S’Kapellsche geht wieder an den Start mit (v. l.) Hendrik Schaupp, Silvia Scheibel, Kerstin Bodenröder und Bandleader Jörg Bodenröder.

Proben in Garten, Garage & Co.

  • VonAnnette Hausmanns
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Die Corona-Durststrecke ist erst einmal vorbei. S’Kapellsche ist wieder am Start. Für ihre Proben freut sich die Wetterauer Mundart-Band auf Gärten, Garagen oder andere geeignete Orte. Auch für Open-Air-Konzerte ist das putzmuntere Hessenpop-Quartett aus Ober-Mörlen gerüstet mit jeder Menge Regionalkolorit und vielen Überraschungen.

Uffgehorscht, S’Kapellsche probt unnerwegs« - ein Hinweis, der Fans flotter Mundartmusik aufhorchen lassen dürfte. Wer nämlich seinen Garten, seinen Carport, ein Zelt oder einen vergleichbaren coronakonformen Probenort hat oder weiß, ist eingeladen, sich bei der Band aus Ober-Mörlen zu melden. »Wir fahren auch«, schmunzeln die vier Mirler Musiker nach einer vergnüglichen Bandprobe in der eigenen Garage.

Seit sich S’Kapellsche vor drei Jahren als erste Wetterauer Mundartband formierte, hat das Quartett ein großes regionales Repertoire aus urwüchsigen Titeln entwickelt, eine spritzige musikalische Mischung aus Bembel-, Friesen- und Alpenpop mit vielen eigenen Texten oder auch angelehnt an die Rodgau Monotones, ans Duo Ohrenschmaus oder an Größen zwischen Bob Marley, Willy Astor und Otto. »Wir haben alle einfach einen Riesenspaß an Musik«, gestehen die vier. Genauso klingt auch der Sound der Hobbyband: gelassen und entspannt, gewürzt mit Humor und Selbstironie und verfeinert mit alltäglichem Unsinn - regional, frisch und handgemacht.

In jedem Fall steckt S’Kapellsche mit seiner Gute-Laune-Musik an. Das »Englishgirl in Offenbach«, die »Frau Rauscher«, die »Braut Marie« (Proud Mary) und Mirler »Uoznoame« geben sich ein pfiffiges Stelldichein mit Quellkardoffel und Dupp Dupp, Handkäs und Quetschekuche. Und wenn die vier im Reggae-Rhythmus »Äppelwoi-Cola ist wie Urlaub in Ockstadt« singen, ist Jamaika ganz nah.

Ein bisschen sentimental darf es bei den vier »Kapellscher« auch werden, wenn sie ihr Mirle besingen oder die Bap-Hymne »Verdamp lang her« abwandeln in den Verlust vieler Kneipen um die Ecke. Eben noch besingen sie den »Tag, an dem Covid-19 kam« oder die »Bembel sleep tonight«, als sich auch schon die musikalische Frage stellt: »Wo ist die nächste Feier«?

Singen können alle vier

Vor der Corona-Durststrecke gab es die an vielen Orten in der Wetterau. Gartenfeste, Kneipen- und Freiluftkonzerte oder Open-Air-Kino würzte S’Kapellsche mit Bandleader Jörg Bodenröder an Keyboard, E-Bass, Kazoo und Tuba, Silvia Scheibel an der Gitarre, Kerstin Bodenröder an den Rhythmusgeräten und Hendrik Schaupp auf der Cajón. Dass alle vier singen können, kommt der guten Stimmung zugute. »Wir freuen uns, dass es jetzt ganz langsam wieder losgehen darf«, zeigen sich die Musiker zuversichtlich und voll Spielfreude.

Wer S’Kapellsche zur (kostenlosen) Bandprobe zu sich einladen möchte oder einen richtigen Konzertauftritt wünscht, erreicht die Band via E-Mail (skapellsche@ web.de) oder bei Instagram (#skapellsche).

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