+

IMPULS

Praktische Seelsorge

  • vonRedaktion
    schließen

Als Klinikseelsorger ist man in der Regel für Patienten und Patientinnen da, aber sicher oft auch für deren Angehörige. Die Aufgabe eines Klinikseelsorgers ist es dabei für Gespräche ohne Zeitdruck zur Verfügung zu stehen, auch ein Gebet zu sprechen, und manchmal einfach »nur« Mut zu machen.

Nun leben wir aber in Zeiten des Corona-Virus! Das bringt noch ganz neue Herausforderungen. Patienten gibt es zwar noch immer in der Klinik, aber Angehörige dürfen nicht mehr kommen. Außer dem Klinikpersonal kommt niemand mehr ins Zimmer. Da tut Abwechslung und Hilfe not. Wer bringt frische Wäsche? Wer besorgt mal eine Cola? Oder wer bringt einen Brief zur Post? Jetzt kommt dann aber doch noch der Klinikseelsorger, der sich auch um solche Wünsche kümmert. Und so erleben wir so was wie »praktische Seelsorge«. Neben Gesprächen und Gebeten auch Besorgungen erledigen und Dinge einkaufen. Bei all dem gilt auch hier das Jesus-Wort. »Ich war krank, und ihr habt mich versorgt« (Matth. 25, 36). Bleiben Sie also weiterhin füreinander da, natürlich mit allen Vorsichtsmaßnahmen, die zurzeit nötig sind.

Pfarrer Mathias Fritsch ,

ev. Klinikseelsorger in Bad Nauheim

In dieser schweren Zeit hat sich das ev. Dekanat dazu entschieden, sich für jeden Tag einen geistlichen Impuls zu überlegen und diesen den Lesern der WZ zur Verfügung zu stellen. FOTO: PM

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare