Polizei: Wohl kein Zusammenhang zu Friedberger Fällen

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Ober-Mörlen (agl/pob). Nachdem Ermittler am Montagmorgen die Wohnung eines 35-Jährigen in Ober-Mörlen durchsucht und den mutmaßlichen Tierquäler vorläufig festgenommen haben, befindet er sich mangels Haftgründen mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Dies teilte die Polizei am Dienstag mit - in Bezug auf den Fahndungserfolg bei der Suche nach demjenigen, der mehrfach in Ober-Mörlen Igel gequält und getötet haben soll.

Auch Katzen und Kaninchen waren zu Tode gekommen. Die WZ berichtete über die Fälle und über die Festnahme des Mannes.

Dieser wurde, wie die Polizei mitteilt, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft - nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen - am Montagnachmittag entlassen. Im Rahmen des durch das Amtsgericht Gießen ergangenen Durchsuchungsbeschlusses waren Polizeibeamte vor Ort auf umfangreiches Beweismaterial gestoßen. Neben einigen toten Tieren hatten die Ordnungshüter unter anderem auch zwei lebendige Igel in der Wohnung des polizeibekannten Tatverdächtigen aufgefunden. Diese beiden Tiere wurden in die Obhut versierter Tierschützer übergeben. Wie der als »Igelvadder« bekannte Bad Nauheimer Otto Luzius am Dienstag sagte, leben beide Tiere noch. Die Ermittlungen der Polizei dauern weiter an.

Wie Polizeisprecher Tobias Kremp am Dienstag mitteilte, gehe die Polizei derzeit nicht davon aus, dass die Fälle in Ober-Mörlen mit denen in Friedberg zusammenhängen. In Friedberg waren im vergangenen Jahr zahlreiche Igel mit Brandverletzungen im Bereich Stadthalle/Henry-Benrath-Schule entdeckt worden.

Otto Luzius, der sich seit vielen Jahren um die possierlichen Tierchen kümmert, teilte der WZ mit, dass bei ihm in der letzten Zeit viele abgemagerte und auch verletzte Igel abgegeben worden seien. Die Verletzungen stammen laut Luzius beispielsweise von Mährobotern und unbedachten Gartenarbeiten. Der »Igelvadder« rät dazu, Igel, die man im heimischen Garten entdeckt, bereits jetzt zu füttern und ihnen Wasser hinzustellen. Wichtig sei es, dass das Futter kein Getreide, keine Soße und keinen Gelee enthalte. Luzius rät zu Nass-Katzenfutter mit einem Fleischanteil von 70 bis 80 Prozent - oder alternativ zu trockenem, getreidefreiem Katzenfutter.

Wer Fragen zur Igel-Versorgung hat, kann sich an Otto Luzius unter der Mobilnummer 0176/54872947 wenden.

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