Zwei Wochen auf Eier gewartet

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Wochenlang war der Skandal rund um das Insektizid Fibronil Thema bei vielen Bürgern. Bei den Direktvermarktern der Region stieg die Nachfrage nach Eiern sprunghaft an, so auch beim Biobauernhof Domäne Konradsdorf. Mittlerweile normalisiert sich die Nachfrage wieder. Dies erfuhr Erster Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler bei einem Besuch vor Ort. Zwei Wochen Wartezeit für frische Eier mussten die Kunden des Hofladens von Sabine Gönert und Tim Keller zum Höhepunkt des Skandals einplanen.

Wochenlang war der Skandal rund um das Insektizid Fibronil Thema bei vielen Bürgern. Bei den Direktvermarktern der Region stieg die Nachfrage nach Eiern sprunghaft an, so auch beim Biobauernhof Domäne Konradsdorf. Mittlerweile normalisiert sich die Nachfrage wieder. Dies erfuhr Erster Kreisbeigeordneter und Landwirtschaftsdezernent Jan Weckler bei einem Besuch vor Ort. Zwei Wochen Wartezeit für frische Eier mussten die Kunden des Hofladens von Sabine Gönert und Tim Keller zum Höhepunkt des Skandals einplanen.

"Wir haben darauf reagiert, indem wir zu unseren 200 Hühnern weitere 80 Hühner erworben haben", erläuterte Helmut Keller, Vater von Tim Keller und Inhaber der Domäne Konradsdorf. Mittlerweile habe sich die Nachfrage wieder normalisiert, Eier bekommen die Kunden nun auch wieder ohne Vorbestellung im Hofladen oder als Selbstbedienung direkt am Hofeingang im "Eierhaus".

Seit 1992 pachtet Helmut Keller den Hof Domäne Konradsdorf, dessen Ursprünge bis ins frühe Mittelalter zurückreichen. Von den historischen Gebäuden finden sich noch immer Spuren im Boden, die ältesten erhaltenen Gebäude sind über 200 Jahre alt. Das Areal steht unter Ensemble-Schutz, einige der Gebäude unter Denkmalschutz.

Bewirtschaftet wird der Hof von der ganzen Familie, vier Familienmitglieder arbeiten Vollzeit, einige Teilzeit auf dem Hof. Hilfe erhalten sie von zwei Angestellten, Azubis und Praktikanten. Angebaut und produziert wird nach Bioland-Standard. Der Schwerpunkt ist die Milchviehhaltung. Dazu kommen Legehühner und Hähnchen im Mobilstall.

Tagsüber auf der Weide

Wie es sich für einen Bio-Hof gehört, sind die Kühe nicht nur im 1999 bezogenen Außenklimastall untergebracht, sondern halten sich tagsüber in den Nidderauen auf der Weide auf. Drei Personen sind nötig, um die Kühe zum Melken von der Weide zu holen. Die Mütterkühe und Kälber werden in einem eigenen Stall gehalten, die Bullenkälber verkauft. Zugefüttert werden die Tiere nur mit im Betrieb selbsthergestellten Futter. Der Hof ist einer der wenigen Betriebe, die seit langer Zeit ökologisch anbauen. "Damit hat er einen Vorbildcharakter", sagte Weckler.

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