sda_polizeibienen_210721_4c
+
Drei Bienenvölker aus Ortenberg haben ein neues Zuhause auf dem Dach des Polizeipräsidiums in Frankfurt.

Polizeibienen im Natur-Einsatz

  • VonRedaktion
    schließen

Ortenberg (bf). Streifenteams der anderen Art sind seit Mai im Einsatz für die Frankfurter Polizei, wie diese nun mitteilt. Rund 150 000 Bienen bevölkern das Flachdach des Polizeipräsidiums an der Adickesallee - die Völker sind kürzlich von Ortenberg dorthin umgezogen. Ein Polizist und Hobbyimker kümmert sich um die drei Bienenstöcke.

Die Polizeibienen sammeln bereits emsig Nektar und Pollen. Der Standort hat einiges an Nahrung für die Bienen zu bieten, weiß Marco Weinthäter, Polizeihauptkommissar und verantwortlicher Imker. Im Einzugsgebiet der neuen Streifenteams rund um das Polizeipräsidium, das die Bienen an Flugstrecke abdecken können und wollen, ist viel Natur vorhanden. Einen Radius von bis zu drei Kilometer nutzen die Insekten für ihre Futtersuche. Somit erreichen sie mühelos viele Frankfurter Parkanlagen, üppige Baumbestände und etliche Schrebergärten im Umkreis. »Das wird ein interessanter Honig«, freut sich Weinthäter, der sich mit diesem Projekt einen Herzenswunsch erfüllt hat. Der 48-Jährige besitzt zusammen mit einem Imkerfreund bereits 20 Bienenvölker. Gemeinsam sind sie die »Bienenfreunde Mittelhessen« in Ortenberg. Nun sind drei ihrer Völker nach Frankfurt versetzt worden. Weinthäter klärte alles Bürokratische. Entsprechende Genehmigungen der zuständigen Veterinärämter waren notwendig. Ebenso gelten besondere Bau- und Arbeitsschutzvorschriften für das Imkern auf dem Dach. »Meine Mädels sind jedenfalls gut in Frankfurt angekommen und fühlen sich schon richtig wohl«, schwärmt Weinthäter. Er geht nach Dienstende mindestens einmal die Woche zu seinen Bienen und schaut nach ihnen.

Bei aller Euphorie: Ein zentralerer Gedanke für dieses Projekt ist und bleibt der Erhalt des Ökosystems. Marco Weinthäter kommt vom Land. Umso wichtiger ist es für ihn, auch in einer Großstadt wie Frankfurt einen Beitrag für Umwelt und Natur zu leisten. Mit der Unterstützung der Behörde konnte er schließlich sein Bienenprojekt in die Tat umsetzen. Im Juli soll zum ersten Mal »geerntet« werden. Der fertige Honig ist zunächst für die Kollegen erhältlich - je nach Menge künftig gegebenenfalls auch für extern Interessierte.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare