Menschenmassen in der Ortenberger Innenstadt: Dieses Bild beim Kalten Markt wird es 2020 nicht geben.	ARCHIVFOTO: DAB
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Menschenmassen in der Ortenberger Innenstadt: Dieses Bild beim Kalten Markt wird es 2020 nicht geben. ARCHIVFOTO: DAB

Kein Kalter Markt in diesem Jahr

  • vonOliver Potengowski
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Ortenberg (sax). Viele Menschen aus Ortenberg und darüber hinaus hatten es schon befürchtet, nun ist es Gewissheit: Der Kalte Markt fällt in diesem Jahr aus. Die Kommunalpolitiker hatten sich lange damit beschäftigt, ob und wie das Traditionsfest ausgerichtet werden könnte. Letztlich wurde an anderer Stelle darüber entschieden: Großveranstaltungen und Feste bleiben bis mindestens Ende Oktober bundesweit verboten.

Dass es wenig Hoffnung für einen Kalten Markt 2020 gibt, war schon in einer Ausschusssitzung vor einer Woche deutlich geworden. In einer engagierten Diskussion ergänzten die Stadtverordneten am Dienstag den entsprechenden Beschluss. Damit wurde die Möglichkeit, den 754. Kalten Markt auszurichten, scheinbar größer. Bürgermeisterin Ulrike Pfeiffer-Pantring betonte jedoch, dass sie keine realistische Chance für das Traditionsfest sieht. Das wurde am Mittwochabend dann mit dem Beschluss von Bund und Land denn auch Gewissheit.

Pfeiffer-Pantring betonte am Dienstag, wie sehr sie es bedauern würde, wenn es in diesem Jahr keinen Kalten Markt geben würde. Aber man könne nicht »wirtschaftliche Interessen über Gefahren für Leib und Leben stellen«. Derzeit befinde man sich in einem »Präventionsparadoxon«. Zwar hätten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gegriffen. Aber »das sollte uns nicht in dem Glauben lassen, wir könnten etwas riskieren.« Diese Risiko-Einschätzung teilen Bund und Länder offensichtlich.

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