Kalter Markt: Präzision ist gefragt

Ortenberg (sax). Bei aller Tradition wird Sicherheit am Kalten Markt groß geschrieben. Bei der technischen Abnahme nur wenige Stunden vor der Eröffnung wird der Zustand der Stände und Karussells überprüft.

"Die Herausforderung ist das schräge Gelände", erklärt Dennis Ruppert, der den Frisbee aufgebaut hat. Eine schnell rotierende Gondel mit 40 Passagieren pendelt während der Fahrt in einem gut 13 Meter hohen Pylon 22 Meter von rechts nach links.

Angesichts der gewaltigen Kräfte, die bei der rasanten Fahrt auftreten, muss der "Frisbee" auf den Millimeter genau waagerecht ausgerichtet sein. Geringste Abweichungen würden nicht nur den Verschleiß im Pendellager ansteigen lassen. Auch die Standsicherheit könnte gefährdet sein.

In Ortenberg hat Ruppert über die Diagonale des Fahrgeschäftes auf 25 Metern einen Höhenunterschied von 160 Zentimetern auszugleichen. Deshalb ist die eine Ecke 60 Zentimeter tief in den Boden eingegraben, während die andere auf einem meterhohen Holzplattenstapel ruht.

Werner Wunderlich vom Kreisbauamt ist mit dem Aufbau sehr zufrieden. Die Holzplatten sind fixiert und können nicht verrutschen. Ruppert selbst sieht dagegen noch Verbesserungsbedarf. Die Schaukel könne noch ruhiger laufen. Das zeige auch das Fettbild am Hauptlager. Nochmals richtet er die Plattform mit einem Laser-Nivelliergerät und Spindeln an den Standfüßen aus.

Dass in Ortenberg nur erfahrene Schausteller antreten, zahlt sich aus. Bei der Abnahme gibt es kaum Beanstandungen. Mal müssen Trittstufen besser gesichert werden, woanders sind Bleche etwas lose.

So verläuft die Abnahme in sehr entspannter Atmosphäre bei allen Beteiligten. Und auch die abschließende Probefahrt auf dem Starlight, dessen Betreiber ihren 40. Kalten Markt erleben, ist mehr Vergnügen, als dass eine echte Kontrolle notwendig wäre.

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