Noch ist nur Grün zu sehen, aber bald wird es auf Rolf Röses Acker blühen. FOTO: BF
+
Noch ist nur Grün zu sehen, aber bald wird es auf Rolf Röses Acker blühen. FOTO: BF

Wo die "Jungfer im Grünen" blüht

  • vonred Redaktion
    schließen

Ortenberg(bf). Er stellte schon Flächen für Energie aus nachwachsenden Rohstoffen bereit und lässt es auf seinen Äckern blühen: Der Bleichenbacher Rolf Röse fördert Umwelt- und Naturschutz und ist Belobigter des Umweltschutzpreises des Wetteraukreises. Jetzt hat er einen Acker mit einer besonderen Mischung eingesät.

In einem funktionierenden Ökosystem bestehen enge Wechselbeziehungen zwischen pflanzlichen und tierischen Gesellschaften, die über Nahrungsketten miteinander verbunden sind: Wo Insekten und Bienen summen, können auch Feldlerche und Rebhuhn, Fasan, Braunkelchen, Goldammer und Kiebitz gut leben.

Deshalb hat Rolf Röse in der Nähe des "Luther-Hofs" einen etwa 2000 Quadratmeter großen Acker mit "Cosmos Blütenzauber" eingesät. Diese spezielle - und teure - Blühmischung vereint 42 ein- und mehrjährige Arten, denen eins gemeinsam ist: starke Blütenbildung und damit eine gute Nahrungsgrundlage für Bienen - gerade jetzt, wo die Feldflur bis auf Maisäcker ausgeräumt und gegrubbert ist. In der Mischung sind etwa Bechermalve, "Jungfer im Grünen", Echtes Labkraut, Purpur-Königskerze und Ringelblume. Mit dem untergemischten Internatklee bekommt auch der Feldhase seinen Teil ab.

Ein weiterer Aspekt neben der Biodiversität und dem Schutz von Bienen ist für Röse die anvisierte Landesgartenschau 2027 in Oberhessen. Die Wirtschaftsförderung Wetterau hat hierfür erste konzeptionelle Ansätze erarbeitet, in denen die Themen Nachhaltigkeit, Kulturlandschaft und Umweltbildung eine wichtige Rolle einnehmen. Dazu passen Initiativen wie die von Röse.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare