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Endlich wieder gemeinsam rocken in Ortenberg

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Von: Oliver Potengowski

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Den Musikern der Band Rock Diamonds ist anzumerken, wie viel Spaß es ihnen macht, endlich wieder vor großem Publikum auf der Bühne zu stehen. FOTO: SAX © Oliver Potengowski

Mehr als 1000 Musikfans genossen auf dem Ortenberger Marktplatz wieder die Möglichkeit, in großer Gemeinschaft Live-Musik zu hören. Das fünfte »Ortenberg rockt« ging an den Start.

Ortenberg (ten). Nach zwei Jahren Pause wegen der Beschränkungen durch die Corona-Pandemie feierten weit über 1000 Besucherinnen und Besucher nun auf dem Marktplatz wieder »Ortenberg rockt für Vielfalt«. Nach dem Auftakt mit der Band Männerüberschuss bildeten die Rock Diamonds den Höhepunkt der fünften Auflage des Open-Air-Konzerts. Bis in die späte Nacht genoss das Publikum die Interpretationen klassischer Rock-Titel durch die fünf Musiker.

Die Sehnsucht, nach Monaten endlich wieder mit einem großen Publikum gemeinsam zu feiern, war auf dem Marktplatz schon zu Beginn des Abends spürbar. Noch bevor Männerüberschuss, die Lehrerband der Gesamtschule Konradsdorf, die ersten Titel spielten, versammelten sich zahlreiche Besucher vor der Bühne. Bei kühlen Getränken, Flammkuchen und Bratwurst genossen sie die Begegnungen und Gespräche mit Bekannten und Freunden im großen Rahmen.

Vorbereitungen der Vereine

Entsprechend enthusiastisch wurde dann auch die erste Band des Abends begrüßt. »Bei Männerüberschuss war noch nie so viel los wie heute«, freute sich Marcel Zahn von der Freiwilligen Feuerwehr, dass die Wiederauflage von »Ortenberg rockt für Vielfalt« auf so große Publikumsresonanz stieß. Schließlich hatten die Ortenberger Vereine, neben den Feuerwehren waren das der Turnverein, der Fußballverein Germania, der Tennisclub, Schützenverein, Gesangverein und NABU in den vergangenen Wochen eine Menge Arbeit in die Vorbereitung des Open Airs gesteckt. Im Unterschied zu den Vorjahren konnte sich das DRK diesmal nicht an der Ausrichtung der Veranstaltung beteiligen. Weil die Mitglieder in den vergangenen Monaten durch die Corona-Pandemie und die Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine belastet waren, konnte man nicht genug Helfer für das Open Air stellen.

»Dass wir alle wieder hier stehen, freut uns unglaublich«, sprach Corinna Waldschmidt, Sängerin der Rock Diamonds dem immer größer werdenden Publikum zu Beginn des Auftritts ihrer Band aus der Seele. »Endlich wieder draußen.« Sie erwähnte, dass auch die Musiker der Band teilweise von Corona betroffen waren. »Mit meiner Frau in Quarantäne, was kann’s Schöneres geben«, ergänzte Frank Skibinski.

Wechsel in der Band

Dieser war nach dem Abschied des langjährigen Sängers und Gitarristen Stefan Wenzel zu den Rock Diamonds gestoßen. Und wie so oft bei Veränderungen in einem eingespielten Team gab es auch skeptische Stimmen. »Ortenberg rockt«, einer der ersten großen Live-Auftritte der Rock Diamonds in der neuen Besetzung, zeigte, dass diese Zweifel unbegründet waren. Trotz der relativ kurzen Zeit der Zusammenarbeit wirkten die fünf Musiker als homogene Einheit. Wer die alte Besetzung nicht kennt, würde nie bemerken, dass es in der Band eine Umbesetzung gegeben hat. Im besten Sinne routiniert präsentierten die Mitglieder das bekannte Repertoire.

Trotz der Routine ist zu hören, dass die Rock Diamonds immer weiter an ihren Interpretationen der bekannten Rock-Titel arbeiten. Auch in die Technik haben sie während der Pandemie weiter investiert. Passend zu den einzelnen Titeln werden Fotos auf eine große Leinwand an der Bühnenrückseite projiziert. Zum Teil sind dort auch Live-Videoaufnahmen einzelner Bandmitglieder zu sehen.

Dass die Rock Diamonds eine Menge Spaß an den Live-Auftritten und dem Zusammenspiel mit dem Publikum haben, ist ihnen deutlich anzumerken. Immer wieder werden einzelne Besucher auch persönlich begrüßt. Man kennt sich. Diese intensive Beziehung ist ein wesentlicher Grund für den jahrzehntelangen Erfolg der Musiker in der Region.

Der Erlös von »Ortenberg rockt« fließt übrigens in die Jugendarbeit der beteiligten Vereine. In deren Namen dankte Zahn außer den zahlreichen Helfern der Stadt auch den Firmen, die die Veranstaltung unterstützen, und der Initiative »Demokratie leben« des Bundesfamilienministeriums. Diese Unterstützung sei ein wesentlicher Beitrag, der es ermögliche, das Open Air auszurichten.

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