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Eingespieltes Team: So sehen Jessica Born und Georg Crostewitz die gemeinsame Arbeit. In einem intensiven Prozess sind jetzt zehn eigene Titel für das neue Album entstanden.

Alles wieder auf Anfang

Ortenberg (mez). “Reset„ haben die Aschaffenburger Sängerin Jessica Born und der Ortenberger Musiker Georg Crostewitz ihre erste gemeinsame CD genannt. Reset, das heißt auf Deutsch “zurücksetzen„, von vorne anfangen, beschreibt die Emotionalität der Songs.

Ihre Texte spiegeln Schmerz und Hoffnung, Resignation und Leidenschaft, vertieft in einem musikalischen Bogen von Jazz, Blues und Soul.

In einem intensiven, monatelangen Arbeitsprozess sind zehn eigene Titel entstanden, die neben fünf so einfühlsam wie eigenwillig interpretierten Coversongs zu hören sind. Dazu sagt Jessica Born: “Wir sind keine menschlichen Musikboxen, die Songs einfach nachsingen, wir schaffen etwas ganz Eigenes„.

Georg Crostewitz betont die Authentizität der eigenen Titel: “Viel selbst Erlebtes, viel musikalische Leidenschaft steckt darin. Wir haben trotz Corona eine Form gefunden, Nähe zum Publikum aufzubauen.„ So findet die Release-Party als Hybridshow am Samstag, 24. April, im “Colos-Saal„ Aschaffenburg statt. Born mit ihrer tragenden, nuancenreichen Stimme, ihrer starken Ausdruckskraft ist als eine der überzeugendsten Interpretinnen von Jazz, Blues, Soul und Gospel deutschlandweit bekannt. In Auftritten mit “Ali Neanders Blues Bang„, “Manfred Häder Bänd„, “Love and Peace Review„, “Blues Brothers„, B. B. King, Luther Allison, Eric Burdon begeisterte sie das Publikum.

Mit Crostewitz arbeitet sie seit 2017 zusammen. Die beiden gaben Konzerte im Kulturbahnhof Stockheim, beim sommerlichen Jazz-Festival im Stadener Schlosspark, beim Gallusmarkt Büdingen.

Crostewitz ist Gitarrist, Komponist, Arrangeur, Gründer der Jazz-Funk-Band “LEAF„. Er hat Studioalben mit vielen verschiedenen Künstlern herausgebracht, Kompositionen für Film und Fernsehen, für theater mimikri, für Musik- und Schulbuchverlage - klanglicher Einfallsreichtum und ein großes Repertoire an Stilmitteln sind seine Markenzeichen. Bei “Reset„ hat der Multiinstrumentalist doch seine Gitarre in den Vordergrund gestellt, Akzente mit exotischen Instrumenten (Turtle Udu, Caixi, Rainmaker, African Rattles, Tibetan Bells) gesetzt.

Crostewitz beschreibt die Zusammenarbeit zwischen den beiden als eingespieltes Team: “Bei Jessicas Texten sehe ich Bilder vor mir, die ich mit Klang und Rhythmus intensiv ausmale.„ Eine zutiefst verschmolzene Einheit aus Musik und Text entsteht. So führen die Songs in bewegende emotionale Erfahrungen, denen sich die Zuhörer nicht entziehen können. Zur Sehnsucht nach Befreiung aus einer quälend gewordenen Beziehung im Titelsong “Reset„. Zur Aufbruchstimmung einer neuen Liebe in “You do me good„. Zum Schmerz einer gescheiterten Beziehung (“A cold wind blows„). Zur Unbeirrbarkeit einer “hard fighting woman„ in “Black Woman Blues„, wo sich eine Zuhörerin an Bertolt Brechts “Ballade von der Hanna Cash„ erinnerte. Zum Verlangen, das körperlich wehtut (“In the heat„).

Georg Crostewitz ist Gitarrist, Komponist und Gründer der Jazz-Funk-Band “LEAF„.

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