An der Wintersteinschule wird die breit gefächerte Ganztagsbetreuung gut angenommen. FOTO: HAU
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An der Wintersteinschule wird die breit gefächerte Ganztagsbetreuung gut angenommen. FOTO: HAU

Das Wohl der Kinder im Fokus

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). Seit diesem Sommer gibt es an der Wintersteinschule einen neuen Träger der Ganztagsbetreuung: die AWO Hessen Süd. Charlotte Blecher, seit wenigen Monaten stellvertretende Leiterin der Wintersteinschule, stellte am Dienstag im Rittersaal des Schlosses dem parlamentarischen Ausschuss Soziales und Gesellschaft das Ganztagskonzept vor. Die Politiker konnten Fragen dazu stellen und zeigten sich am Ende angetan von der breit gefächerten Umsetzung.

Kostenloses Angebot

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Andreas Klenner (Grüne) begrüßte Blecher. Wie die Vize-Schulleiterin erklärte, lege man großen Wert auf die ganzheitliche Betrachtung von Bildung und Erziehung. Den Übergang der Schülerbetreuung vom Förderverein der Schule auf die AWO Hessen Süd habe sie als sehr gut vorbereitet wahrgenommen. Der Wintersteinschule komme zugute, dass mit Regionalleiter Andreas Pfeffer ein "alter Hase" seinen großen Erfahrungsschatz in Sachen Ganztagsbetreuung ausspielen könne. Neben Teamleiter Erik Antonijs seien weitere pädagogische Fachkräfte und Hauswirtschaftskräfte Konstanten in der Betreuung, ein Bundesfreiwilligendienstler runde das Team ab.

Dank der breit aufgestellten AWO mit allein zehn betreuten Schulen in der Wetterau könne man auf größere Ressourcen beispielsweise bei Krankheitsvertretungen oder bei der Sicherung der Ferienbetreuung zurückgreifen, auf Fortbildungsangebote und ein zentrales Management. Das entlaste die Schule erheblich.

Die Zusammenarbeit mit den Vereinen im Dorf laufe hervorragend, einige Sportangebote aus deren Reihen gehörten zu den aktuell 26 AGs. Viele Lehrkräfte und die Musikschule "Advamus" rundeten das Angebot ab. "Alle sind hoch engagiert und die Nachfrage unter den Schülern enorm", unterstrich die Vize-Schulleiterin.

Blecher - sie kam im Februar an die Wintersteinschule - zeigte sich überrascht, wie großzügig die Familien in Ober-Mörlen von der Schule und von der Kommune unterstützt würden. Ein kostenloses Ganztagsangebot für alle in der Kernzeit (8 bis 16 Uhr) sei außergewöhnlich. Auch die Kosten für die Randzeiten (7 bis 8 Uhr, 16 bis 17 Uhr) seien vergleichsweise günstig, ebenso wie für das warme Mittag-essen und die Ferienbetreuung während insgesamt sechs Wochen im Jahr.

Mit Beifall bei Charlotte Blecher bedankten sich die Politiker für die ansprechende Konzeption. Wäre das möglich, hätte der Sozialausschuss empfohlen, den Sperrvermerk auf einen Großteil der diesjährigen kommunalen Zuschüsse für den Ganztag aufzuheben. Das Prozedere sieht jedoch laut Bürgermeisterin Kristina Paulenz vor, dass die Schule bei der Gemeinde die Auszahlung der Zuschüsse beantragt, der Gemeindevorstand dies an den Haupt- und Finanzausschuss weitergibt und dieser dann dem Parlament die Aufhebung des Sperrvermerks empfiehlt.

Zum Hintergrund: Finanzielle Unterstützung für den offenen Ganztag (Profil 3) erfährt die Wintersteinschule vom Wetteraukreis mit jährlich 12 000 Euro und von der Kommune mit bislang jährlich 12 000 beziehungsweise ab diesem Jahr 16 000 Euro. Der Sperrvermerk war verhängt worden, weil das Parlament erst Einblick nehmen wollte ins AWO-Konzept.

"Dirtbiker" nicht im Radfahrerverein

Auch der Sachstand rund um die "Dirtbiker" stand auf der Tagesordnung. Wie die Politiker weiter erfuhren, haben sich die "Dirtbiker" mit dem örtlichen Radfahrerverein nicht auf eine Aufnahme ihrer Gruppe einigen können. Nicht zuletzt hätten versicherungstechnische Fragen im Weg gestanden. Die selbst gebaute Anlage am Ortsrand von Langenhain-Ziegenberg sei auf Anordnung des Kreises offenbar zurückgebaut, die Kreisaufsicht habe dieses Gelände sowie eine Folgeanlage am Fuß des Bottenbergs in Augenschein genommen, berichtete die Bürgermeisterin.

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