WLAN-Hotspots in der Gemeinde

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). So einig wie am Dienstagabend sind sich die Abgeordneten an der Usa selten. Die gute Stimmung wurde auch durch die gespaltene Meinung zur Einrichtung von WLAN-Hotspots nicht nachhaltig gestört. Mit einer guten Zweidrittelmehrheit folgte das Parlament der einstimmigen Beschlussempfehlung des Haupt- und Finanzausschusses. Der Gemeindevorstand ist nun damit beauftragt, für elf ausgesuchte Plätze in beiden Ortsteilen Mittel aus dem hessischen Förderprogramm "Digitale Dorflinde" zu beantragen. Ausgesucht wurden in Ober-Mörlen der Sport- und der Kirchplatz, die Wintersteinschule und je zwei Standorte im Schlosshof und an der Usatalhalle. Für Langenhain-Ziegenberg sind die Bushaltestellen im Lettig und an der Gaststätte "Zum Taunus" im Gespräch, das Dorfgemeinschaftshaus und der Platz an den drei Eichen. Die Gemeindevertreter einigten sich aber auch darauf, erst nach Vorlage eines Förderbescheids und einer Kostenschätzung durch den Gemeindevorstand über die endgültige Umsetzung zu entscheiden.

Vorausgegangen war ein Meinungsaustausch zu Notwendigkeit und Folgekosten derartiger Hotspots. Pro kostenloses WLAN an bestimmten Punkten im Dorf argumentierten CDU und SPD. Nicht jeder verfüge über eine Handy-Flatrate. Man wolle die digitale Landesförderung gerne in Anspruch nehmen, weil man an den genannten Brennpunkten oft genug in Funklöchern feststecke, wie Marco Hosenseidl (CDU) feststellte, aber "nicht um jeden Preis", wie Joachim Reimertshofer (SPD) ergänzte.

Raimund Frank von den Grünen hatte sich nach seiner Befürwortung im Ausschuss die Sache anders überlegt, er habe beim Gedanken an elf weitere "Kleinstsendeanlagen" neben dem gerade wachsenden Sendemast am Langenhainer Ortsrand Bauchschmerzen bekommen. Marco Roth (FWG) argumentierte auch an diesem Abend gegen die Notwendigkeit der WLAN-Hotspots mit Folgekosten von schätzungsweise gut 5000 Euro (Steuergelder) pro Jahr. Der Nutzen stehe in keinem Verhältnis zu den Kosten.

Ortsgericht vollständig

Ohne Diskussion stimmten die 26 anwesenden Volksvertreter dafür, Erich Kopp und Paulheinz Wagner für die Verlängerung ihrer jeweiligen Amtszeiten im Ortsgericht Ober-Mörlen vorzuschlagen: Erich Kopp als Ortsgerichtsschöffen und Paulheinz Wagner als stellvertretenden Ortsgerichtsvorsteher. Die Gemeinde wird dem Amtsgericht also beide im Amt erfahrenen Männer vorschlagen. Beide hatten vorab ihre Bereitschaft zur weiteren Amtsübernahme erklärt. Sobald der Direktor des Amtsgerichtes sie ernannt hat, verlängert sich ihre Amtszeit um je fünf statt sonst zehn Jahre, da beide das 65. Lebensjahr vollendet haben.

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