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Petri Heil im Vogeltal

Wissen, wo der leckere Fisch herkommt

  • vonAnnette Hausmanns
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Happyend beim Angelsportverein Langenhain/Ziegenberg: Alle 17 Teilnehmer am Vorbereitungslehrgang zur Fischereiprüfung bestanden den Test. Und der zerstörte Teich wurde wiederhergestellt.

Die morgendliche Idylle im Vogeltal ist fast perfekt. An der Hütte über den Fischteichen herrscht rege Betriebsamkeit. Hier wird gekehrt, dort gemäht und mittendrin ein riesiges grünes Netz sortiert. Mehrere Männer tragen das Ungetüm den Hang hinunter und ziehen es in den großen Fischteich

Mit vereinten Kräften bergen sie alle hier lebenden Forellen, geben sie mit Köchern in große Wassertonnen und setzen sie im übernächsten Teich wieder aus.

Gerne in der Natur

Der Teich dazwischen ist noch leer. Nach den letzten Stürmen waren große Bäume hineingekracht und hatten die Plane beschädigt. Der gerade frisch gesäuberte Teich musste erneut abgelassen und repariert werden.

Immerhin lieferten die Bäume Brennholz, das nun sauber gespalten an der Vereinshütte liegt. Auch die heutige Umsetzaktion ist ein schweißtreibendes Unterfangen, das sich aber lohnt. Rund 250 prächtige Forellen können weiter ihre Runden durch frisches Wasser drehen, derweil ihr vorheriges Zuhause gesäubert und winterfest gemacht wird.

Kindheitserinnerungen werden wach

Anton Goidenko aus Ober-Mörlen ist zum ersten Mal dabei und begeistert bei der Sache. Zusammen mit 16 weiteren Teilnehmern hatte der junge Mann nach dem Vorbereitungskurs beim Angelsportverein Langenhain/Ziegenberg im Sommer seine Fischereiprüfung abgelegt.

»Ich weiß gerne, wo mein Essen herkommt«, erzählt Goidenko. Außerdem liebe er es, sich in der Natur aufzuhalten und zu angeln. »Da werden Kindheitserinnerungen wach.«

Ausgleich zum Beruf

Außerdem sei der Angelsport ein hervorragender Ausgleich zu seinem technischen Beruf, und »hier im Verein habe ich tolle Leute angetroffen«. Auch Cedric Huth und Fee Kulawik gehören jetzt als Mitglieder zum Verein und helfen bei dem Großeinsatz tüchtig mit. Die beiden jüngsten Kursteilnehmer haben ihre Fischereiprüfung bestanden und Feuer am passionierten Hobby der Väter gefangen.

Dass in diesem Jahr coronabedingt zwischen dem voll besetzten Kurs und der eigentlich nach vier Wochen folgenden Prüfung drei Monate Abstand lagen, machte das Lampenfieber nicht eben kleiner.

Umfangreicher Test

Aber alle Prüflinge bestanden den umfangreichen Test in Sachen allgemeine und spezielle Fischkunde, Gewässerkunde, Gerätekunde und Gesetzestexte. Aus 650 Fragen kamen 60 dran, je zwölf aus den fünf Sachgebieten, mindestens neun pro Kategorie mussten richtig beantwortet werden. Stolz und dankbar blicken auch die Vereinsvorstände auf ihre neuen Mitglieder und heißen sie mit einem herzlichen »Petri Heil!« willkommen.

Nächster Kurs in Planung

»Noch nie ist nach unseren mittlerweile zehn Vorbereitungslehrgängen ein Teilnehmer durchgefallen«, danken Vorsitzender Dietmar Kopp und seine Weggefährten auch den Ausbildern. »Der nächste Kurs ist schon in Planung«, sagt Schriftführer Thomas Rau.

Übrigens gilt in Deutschlands Binnengewässern: Wer ohne Fischereischein die Angelrute ins Wasser wirft, begeht Fischwilderei. Darauf stehen hohe Strafen.

Der Angelsportverein Langenhain/Ziegenberg plant bereits den nächsten Vorbereitungskurs zur Fischereiprüfung. Interessierte können sich bei Schriftführer Thomas Rau unter Telefon 01 60/2 82 70 21 melden.

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