Zu wenig Abstand zum Vordermann

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Ober-Mörlen(pob). Immer wieder führt ein zu geringer Sicherheitsabstand zu schweren Verkehrsunfällen mit teils tragischem Ausgang. Die Einhaltung des Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug ist daher ein besonderes Anliegen der Autobahnpolizei Butzbach.

Die Polizisten richteten deshalb vor wenigen Tagen auf der Rastanlage Wetterau an der A 5 bei Ober-Mörlen in Richtung Frankfurt eine Kontrollstelle ein. Zwischen 9 und 12 Uhr achteten sie darauf, wer sich an die Regeln hielt.

Bereits ab der Anschlussstelle Butzbach nahmen die Autobahnpolizisten Maß. Wegen einer Baustelle kontrollierten sie ausschließlich auf dem rechten Fahrstreifen. Dadurch waren überwiegend Lastwagen und Sattelzüge an der Reihe.

An der Raststätte wurden sieben Lkw mit Anhänger oder Auflieger angehalten. In sechs Fällen maß der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug weniger als 50 Meter. Bedenkt man, mit welchem Gewicht die Brummis unterwegs sind, das beim Bremsen nach vorne schiebt, erkennt man die Gefahr, die von diesem Verstoß ausgeht. Alle gestoppten Lkw und deren Fahrer kamen aus dem europäischen Ausland und mussten deshalb, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft, eine Sicherheitsleistung von 105 Euro entrichten.

Falsche Kennzeichen

Wer aber glaubt, dass nur Fahrer ausländischer Fahrzeuge gegen die Regeln verstießen, der irrt. Verkehrssünder mit deutschen Kennzeichen wurden von dem Messgerät ebenfalls erfasst. Ihr Bußgeldverfahren nimmt jedoch den üblichen Weg über die Bußgeldstelle. Wie viele Verfahren an diesem Tag dadurch zusammenkamen, steht noch nicht fest. Die Auswertung der Messergebnisse dauert an.

Während der Kontrolle auf der Raststätte sprach der Fahrer eines Lkw die Beamten an. Er wollte die Maut bezahlen, wusste aber nicht wo. Es stellte sich heraus, dass der Mann in Butzbach einen Lkw gekauft hatte und diesen nach Österreich exportieren wollte. Dazu hatte er Händlerkennzeichen aus dem Alpenland an seinem neuen Fahrzeug angebracht. So konnten die Ordnungshüter ihn nicht weiterfahren lassen: Ohne ordentliches Zulassungsverfahren besteht der Verdacht, dass das Fahrzeug nicht versteuert und vor allen Dingen nicht versichert ist. Die angebrachten Kennzeichen nahmen die Polizisten an sich und untersagten dem Trucker die Weiterfahrt. Erst am folgenden Tag, nachdem der Mann deutsche Export-Nummernschilder vorgelegt und eine Sicherheitsleistung von 300 Euro entrichtet hatte, konnte er seine Fahrt gen Österreich fortsetzen.

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