Blick in die Generalversammlung der Volksbank mit Vorständen und Aufsichtsrat auf dem Plenum. Coronabedingt findet die Generalversammlung in der Usatalhalle statt. FOTO: PM
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Blick in die Generalversammlung der Volksbank mit Vorständen und Aufsichtsrat auf dem Plenum. Coronabedingt findet die Generalversammlung in der Usatalhalle statt. FOTO: PM

Volksbank weiter stark und selbstständig

  • vonred Redaktion
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Ober-Mörlen(hau). Zur Generalversammlung hatte die Volksbank Ober-Mörlen coronabedingt mit mehrmonatiger Verspätung eingeladen. Ausnahmsweise tagte die selbstständige Genossenschaftsbank in der Usatalhalle, um die Hygieneregeln efüllen zu können. "Ein persönlicher Austausch ist uns trotz allem lieber als eine digitale Versammlung", sagte Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Feuerstein in seiner Begrüßung.

Im Fokus der äußerst knapp gehaltenen Versammlung standen Bilanzen, die Abstimmung über die Verwendung des Jahresüberschusses, Aufsichtsratswahlen und Satzungsänderungen. Unisono stimmten 33 Mitglieder dafür, dass 50 600 Euro, und damit ein knappes Drittel aus dem Jahresüberschuss als sechsprozentige Dividende (ein Prozent weniger als in den Vorjahren) an aktuell 1748 Mitglieder (plus 21) mit 10 531 Anteilen (plus 3029) ausgeschüttet werden. Die restlichen 102 000 Euro wandern je zur Hälfte in die gesetzlichen und andere Rücklagen.

Ebenso einmütig wählte die Versammlung Eleonore Geck und Pia Zwermann für weitere drei Jahre in den Aufsichtsrat, ihre Ehrenamtszeiten waren turnusgemäß abgelaufen. Die Ehrung von 13 Silberjubilaren und drei Mitgliedern für 60-jährige Treue zur Volksbank hatte mit Rücksicht auf die Pandemie im Vorfeld der Versammlung stattgefunden, die Jubilare konnten ihre Urkunden zu Hause in Empfang nehmen. Vor Ort war natürlich Eleonore Geck, die seit 60 Jahren Genossenschaftsmitglied ist und 45 Jahre (bis 2012) für die Bank gearbeitet hatte.

Auch bei den zu verabschiedenden Satzungsänderungen gab es keine Überraschungen. Einstimmig befürwortet wurden die Neuerungen. Mit Rücksicht auf rechtliche Änderungen und neue Anforderungen gehe es vor allem um eine rein vorsorgliche Erweiterung der Liste von ergänzenden Geschäften.

"Um auch in Zukunft auskömmliche Jahresergebnisse erzielen zu können, kann es sinnvoll sein, weitere Ertragsquellen zu erschließen", erklärte Vorstand Andreas Wagner. Denkbar seien beispielsweise Aufgaben wie die Kassenführung für Vereine, Nachlassverwaltung oder erneuerbare Energien. Konkrete Pläne gebe es noch nicht, man wolle aber vorsorgen.

Ertragsquellen erschließen

Im Geschäftsbericht zum Vorjahr hatte Wagner ein überdurchschnittliches Wachstum sowohl bei Kundeneinlagen als auch beim Kundenkreditvolumen aufgezeichnet. Mit Blick auf das aktuelle Jahr prognostizierte Wagner, dass die Maßnahmen des Staates und der EZB zur Stützung der Wirtschaft das niedrige Zinsniveau auf Jahre festschreiben würden.

"Der weitere Rückgang der Zinserträge ist so ziemlich das Einzige, was sich derzeit verlässlich sagen lässt." Welche weiteren Auswirkungen die Krise insbesondere in Form von Kreditausfällen haben werde, könne nur vermutet werden. "Wenn wir mit den heutigen Zahlen den Abschluss 2020 aufstellen dürften, wären wir heilfroh", konstatierte Wagner.

Im Namen des Vorstandes dankte er allen Mitgliedern und Mitarbeitern sowie dem Aufsichtsrat. "Auch zukünftig wollen wir Ihr verlässlicher und starker Partner in allen Dingen rund ums Geld sein."

Der Aufsichtsratsvorsitzende Feuerstein berichtete vom makellosen Prüfergebnis durch den Genossenschaftsverband und empfahl den Mitgliedern die Zustimmung zum Jahresabschluss und zur Entlastung des Vorstandes. Diese stimmten einmütig zu. Feuerstein richtete seinen Dank an die zwölf Mitarbeiter und den Vorstand der Volksbank Ober-Mörlen. Die mit großem Engagement geleistete Arbeit sei sicher nicht leicht in diesem Jahr mit seinen "kalten Duschen und warmen Regen".

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