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Nun übernimmt doch die Telekom den Breitband-Ausbau

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Die Telekom hat der Gemeinde nun doch ein komplett ausgebautes Breitbandnetz im Kernort bis Mitte 2017 zugesichert. Ursprünglich hieß es, in absehbarer Zeit sei das nicht möglich, und wenn, dann nur, wenn die Gemeinde über eine halbe Million Euro beisteuert.
Die Telekom hat der Gemeinde nun doch ein komplett ausgebautes Breitbandnetz im Kernort bis Mitte 2017 zugesichert. Ursprünglich hieß es, in absehbarer Zeit sei das nicht möglich, und wenn, dann nur, wenn die Gemeinde über eine halbe Million Euro beisteuert. © DPA Deutsche Presseagentur

Ober-Mörlen (hau). Seit Ober-Mörlen und weitere elf der in Frage kommenden Kommunen 2015 der Breitband-Infrastrukturgesellschaft Oberhessen beigetreten sind, hat sich viel auf dem Breitband-Markt getan. Wie Bürgermeister Jörg Wetzstein mitteilte, werde man zwar Gesellschafter der BIGO bleiben. Den Ausbau mit Glasfaserkabeln übernimmt in der Kerngemeinde jetzt aber doch die Telekom.

Die Rechte für den Ortsteil Langenhain-Ziegenberg habe sich bei der Bundesnetzagentur die Nexiu GmbH gesichert.

In Kürze soll laut Telekom-Plan der flächendeckende Ausbau in der Kerngemeinde gestartet und das schnelle Netz bis Mitte 2017 in Betrieb genommen werden. Fürs Herunterladen von Daten ist eine Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabits pro Sekunde (MBit/s) vorgesehen, beim Hochladen sollen es bis zu 40 MBit/s werden. Mit der BIGO wäre der Ausbau frühestens Mitte kommenden Jahres losgegangen.

Wohl kein Schwenk ohne BIGO

Wetzstein erklärte den Schwenk zur Telekom überdies mit dem aktuellem Angebot des Marktführers, das Breitbandnetz kostenlos zu verlegen. Das hatte bei den ursprünglichen Verhandlungen noch ganz anders ausgesehen, so Wetzstein. Damals habe die Telekom nicht zusichern können, Ober-Mörlen in absehbarer Zeit zu verkabeln – und wenn, dann nur unter einer Kostenbeteiligung der Kommune von über einer halben Million Euro.

Gleichwohl mache der Beitritt zur BIGO und die damit verbundene Anschubfinanzierung von 84 000 Euro auch aus heutiger Sicht Sinn, erklärte der Bürgermeister gegenüber der Wetterauer Zeitung. Schließlich partizipiere man an den Erträgen aus dem Ausbau an anderen Orten. Ohne den Beitritt zur BIGO hätte bei der Telekom wohl auch kein Umdenken stattgefunden. Verhandlungsziel mit Nexiu für Langenhain-Ziegenberg: Die Datenautobahn soll hier mindestens genauso schnell werden wie im Kerndorf. (Foto: dpa)

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