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Das Premierenteam der Freien Wähler zur Kommunalwahl 1981 im Rittersaal des Ober-Mörler Schlosses.

Startphase mit Widerständen

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Ober-Mörlen (pm). »Gegen große Widerstände haben am 04. 02. 1981 25 Bürgerinnen und Bürger aus Ober-Mörlen und Langenhain-Ziegenberg die FWG Ober-Mörlen gegründet. Die damaligen Verantwortlichen im Rathaus sahen diese Aktivitäten der neuen politischen Gruppierung naturgemäß nicht gern. Es wurde alles getan, um die Entstehung der FWG zu verhindern«, heißt es in der Chronik der Freien Wähler in Ober-Mörlen zu ihrem runden Geburtstag.

Die möchten nun an ihre Gründung vor rund 40 Jahren erinnern. Weiter heißt es in dem Rückblick zu den schwierigen Anfängen der politischen Gruppierung: »So wurden sogar die 73 Personen, die mit ihrer Unterschrift den Wahlvorschlag der FWG unterstützten, persönlich vom damaligen Bürgermeister kontaktiert, um ihnen ihren vermeintlichen Fehler vor Augen zu halten. Aber die Freien Wähler konnten nicht mehr aufgehalten werden. Sie sind dann mit 14 Kandidaten und Kandidatinnen zur Kommunalwahl 1981 angetreten und haben aus dem Stand 13,5 Prozent der Stimmen und damit vier Sitze in der Gemeindevertretung bekommen.«

Das Foto oben, aufgenommen im Rittersaal des Ober-Mörler Schlosses, zeigt die erste Mannschaft der FWG, die zur Kommunalwahl am 22. März 1981 antrat: (sitzend von links) Wenzel Weber, Inge König, Theo Heil, Horst Adelmann; (stehend von links) Gunther Eberhard, Walter Schuld, Albert Recht, Ludwig König, Josef König, Manfred Sprengel, Heinz Grünen, Franz Drechsler, Herbert Häuser.

Die anderen Parteien hätten große Verluste hinnehmen müssen. Dies sei ein deutliches Zeichen der Bürger der Bürger gewesen, schreibt die FWG. So wurde damals Theo Heil Beigeordneter im Gemeindevorstand, Horst Adelmann, Wenzel Weber, Inge König und Manfred Sprengel zogen in das Gemeindeparlament ein.

»Aufgrund des Wahlergebnisses waren wir in allen Ausschüssen vertreten.« Heute, 40 Jahre später, sei man aus der Ortspolitik nicht mehr wegzudenken, heißt es weiter in einer Mitteilung der FWG. »Mit ihrem Mut, ihrer Entschlossenheit und ihrem Durchhaltevermögen haben die Gründungsmitglieder bewiesen, was möglich ist, wenn man an seine Ziele glaubt und gemeinsam dafür arbeitet.«

Auf dieser Basis und in diesem Sinne habe die FWG die vergangenen 40 Jahre Ortspolitik gemacht und dies wolle man auch weiter tun. Die gesamte Chronik bis zum Jahr 2006 steht auf der Homepage der Freien Wähler.

Bei der Kommunalwahl 2016 erreicht die FWG in Ober-Mörlen 24,4 Prozent der Stimmen, was sieben Mandate in der Gemeindevertretung bedeutet. Für den Ortsbeirat Langenhain-Ziegenberg erreichte sie 23,6 Prozent (ein Mandat). Auf dieser Basis wolle man weitermachen.

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