Sonderregel für »Sternenkinder«?

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Sollte die Bestattung von sogenannten Sternenkindern und Babys (bis drei Monate) kostenlos beziehungsweise kostengünstig sein? Diese vom Gemeindevorstand vorgeschlagene Änderung der Friedhofs-Gebührenordnung, um Familien zu entlasten, ist in der Ober-Mörler Parlamentssitzung am Dienstagabend in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen worden.

Die aktuelle Gebührenordnung sieht keine Sonderregelung für die Bestattung von totgeborenen Kindern (»Sternenkindern«) und Kindern bis zum Alter von drei Monaten vor. Das führe bei korrekter Anwendung der Satzung zu einer unverhältnismäßig hohen finanziellen Belastung der Betroffenen, heißt es in der Sachdarstellung. Deshalb solle die Gebührenordnung geändert werden.

Der Gemeindevorstand schlug eine kostenlose Bestattung in einem Sammelbestattungsfeld vor und für eine Bestattung in bestehenden Gräbern eine Gebühr von 750 Euro, inbegriffen wäre hier auch eine Nutzungszeit von zehn Jahren. Diese Gebühr würde gerade die von der Gemeinde aufzuwendenden Minimalkosten decken, erläuterte Bürgermeisterin Kristina Paulenz (SPD).

Dr. Matthias Heil (CDU) beantragte die Verweisung dieses wichtigen Themas in den Haupt- und Finanzausschuss. Die beantragte Änderung sei nur ein Detail. »Wir brauchen aber ein Konzept«, wünschte Heil, dass die Chance dafür jetzt genutzt werde, damit die Gebühren insgesamt nicht ausuferten. Gegen die Stimmen der SPD entschied sich das Parlament für eine Abwägung im Ausschuss.

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