Bürgermeisterin Kristina Paulenz (l.) freut sich über das gewonnene Dialog-Display, Christa Reichert und Heinz Euler von der Verkehrswacht Wetteraukreis überreichen das Geschenk des Ministers im Rittersaal des Ober-Mörler Schlosses. FOTO: HAU
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Bürgermeisterin Kristina Paulenz (l.) freut sich über das gewonnene Dialog-Display, Christa Reichert und Heinz Euler von der Verkehrswacht Wetteraukreis überreichen das Geschenk des Ministers im Rittersaal des Ober-Mörler Schlosses. FOTO: HAU

Geschwindigkeitsanzeige

Ein Smiley für die Sicherheit auf Ober-Mörlens Straßen

  • vonAnnette Hausmanns
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Pünktlich zum Schulstart hat Ober-Mörlen eines von 50 landesweit ausgelosten Dialog-Displays zur Anzeige der gefahrenen Geschwindigkeit gewonnen.

Der neue "Smiley für die Verkehrssicherheit" soll umgehend in einer Nebenstraße am Weg zu Schule und Kindergarten aufgehängt werden, versprach Bürgermeisterin Kristina Paulenz bei der Übergabe durch Vize-Vorsitzende Christa Reichert und Schatzmeister Heinz Euler von der Verkehrswacht Wetteraukreis.

Damit erhält der gemeindeeigene Smiley - er lächelt und schmollt zurzeit in der Schlossstraße Ober-Mörlen - einsatzfreudige Verstärkung. Ein jeder Fahrer wird schon Bekanntschaft mit dem Piktogramm gemacht haben - so oder so. Nach dem Lob- und Tadel-Prinzip lächelt er immer dann, wenn Tempo 30 eingehalten wurde. Seine grimmige Miene setzt der Smiley nur bei Geschwindigkeitsüberschreitungen auf. Das zeige Wirkung, mitunter dauerhaft, und trage damit zur Sicherheit im Straßenverkehr bei, wissen die Bürgermeisterin und die beiden Verkehrswacht-Vorstände aus Erfahrung.

Die Gemeinde hänge ihr Smiley stetig an verschiedenen Stellen auf, berichteten die Rathauschefin und Rene Salzmann vom Ordnungsamt. Die Hinweistafel soll bald unter anderem in der Adam-Geck-Straße und im Kapellenweg Raser auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen und möglichst kurieren. Von Anwohnern erfahre man immer wieder, dass Geschwindigkeitsübertretungen überall dort deutlich zurückgingen, wo das Gerät installiert wurde, bestätigten Reichert und Euler.

Grimmige Miene zeigt Wirkung

Gerade in diesem Jahr, in dem man wegen Corona mit den Schulanfängern nicht so üben könne wie gewohnt, seien zu deren Schutz die Displays umso wichtiger. Landesweit habe man im vergangenen Jahr 224 Verkehrstote zu beklagen gehabt. "Das sind 224 zu viel."

Das Gros der Unfälle passiere innerorts. Das sieht auch der Hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir so. Nachdem das Ministerium, der ADAC Hessen-Thüringen und die Landesverkehrswacht 2017 alle 426 hessischen Städte und Gemeinden auf die Aktion "Ein Smiley für die Verkehrssicherheit" hingewiesen hatte, bewarben sich 287 Kommunen als Standort. Seitdem wurden jedes Jahr 50 Geräte im Wert von je rund 2500 Euro unter den Bewerbern verlost, insgesamt bislang also 200 Stück.

Die Kosten tragen Ministerium und ADAC, die Verkehrswacht unterstützt die Aktion. In der Wetterau traf es bislang zehn Orte, in diesem Jahr kommen neben Ober-Mörlen auch Rosbach, Reichelsheim und Limeshain hinzu. Die Dialog-Displays werden mit zwei Akkus betrieben. Daten kann man per Handy-App für Statistikzwecke abrufen. Anders als bei den fünf Blitzersäulen in Ober-Mörlen wird man von den beiden Smileys nicht zur Kasse gebeten, sondern auf psychologischer Basis zur Raison gerufen.

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