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Segen in Tüten

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). Beim Aussendungsgottesdienst für die Sternsinger am Samstagabend in der St.-Remigius-Kirche war coronabedingt (fast) alles anders als sonst. Keine festlichen Gewänder, kein Sternsingerchor im Altarraum, kein gemeinsames Hinausgehen der Sternsinger, kein Gruppenfoto vorm Kirchenportal. Aber sie waren alle da: zwölf Sternsinger-Kinder mit ihren Eltern und dem Betreuerteam, lose verteilt in den Kirchenbänken. Die frohe Botschaft: Auf den Segen der Sternsinger muss auch zu diesem Jahresauftakt niemand verzichten, der die Aktion von Kindern für Kinder weltweit schätzen gelernt hat.

Im Vorabendgottesdienst dankte Pfarrer Ryszard Strojek den einsatzfreudigen Kindern und ihren Betreuerinnen, die sich seit Jahren im Team engagieren. Die diesjährigen Sternsinger sind Noah und Jakob August, Jule Diele, Leonas und Jannis Feuerstein, Samuel Höpfner, Leni und Jona Morschel, Lukas Pchalek, Isabel Richter, Mara Rölke und Isabella Schraub.

Informationen zur Hilfsaktion

Gerade in dieser turbulenten Zeit sei der Segen wichtiger denn je, unterstrich der Pfarrer. Zwar können die Kinder nun nicht wie gewohnt fast 100 Haushalte besuchen, aber der Segen wird coronakonform kontaktlos zu den Haushalten gebracht.

In der Vorweihnachtszeit haben die Kinder in liebevoller Heimarbeit Papiertüten kreativ gestaltet. Diese hübschen Segenstüten wurden gefüllt mit Infos zur diesjährigen Hilfsaktion unter dem Thema "Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit", mit Spendentüten, Überweisungsträgern mit der Kontoverbindung der Pfarrgemeinde Ober-Mörlen sowie - ganz wichtig - mit dem Segensaufkleber zum selbst Befestigen über der Haustür. Der schwarze Streifen trägt den weißen "Kreide"-Aufdruck "20*C*M*B*21" - Christus mansionem benedicat, Christus segne dieses Haus. Im Aussendungsgottesdienst mit Orgelmusik von Jörg Bodenröder und gesanglich gestaltet von Kerstin und Mara Bodenröder sowie Silvia Scheibel, segnete Pfarrer Strojek die Segens-Tütchen. Das Betreuerinnen-Team wird sie den Spendern der vergangenen Jahre in den nächsten Tagen und Wochen über die Briefkästen zustellen.

Weitere Segenstüten liegen in der St.-Remigius-Kirche zum Abholen bereit. Auch ein Segen als echter Kreideschriftzug sei möglich, erklärt Silvia Scheibel vom Sternsingerteam. Dazu möge man sich im Pfarrbüro melden, das Team werde dem Wunsch dann kontaktlos nachkommen.

Alle Spenden kann man dann entweder überweisen oder beim Pfarrbüro in den Briefkasten stecken. Wer eine Spendenquittung haben möchte, fügt seinem Umschlag einen Zettel mit Namen und Adresse hinzu. "Ob klein oder groß, jeder Beitrag zählt", erklärt das rührige Team und weist darauf hin, dass die Aktion Dreikönigssingen vom Kindermissionswerk bis zum 2. Februar 2021 verlängert wurde. Am Montagmorgen trafen sich die Sternsinger und ihr Team ein einziges Mal, um - mit Abstand und Maske - beim Pfarrhaus den ersten Segen der diesjährigen Aktion zu bringen.

2020 waren bei der bundesweiten Aktion Dreikönigssingen in Ober-Mörlen stolze 4030 Euro für den guten Zweck gespendet worden; 15 Sternsinger, Betreuer und Familien waren vier Tage lang im Dorf unterwegs. Bundesweit kamen im Jahr 2019 rund 77 Millionen Euro Spenden zusammen, in 108 Ländern förderte das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" über 1600 Projekte. Rund 300 000 Sternsinger und 90 000 Ehrenamtliche waren im Einsatz.

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