Seit vielen Monaten verärgert der trostlose Anblick eines Buswracks Ober-Mörler Bürger. Wann das "Schandmal" am östlichen Ortseingang hinter der Kapelle endlich wegkommt, wollte jetzt das Parlament erneut vom Gemeindevorstand wissen. FOTO: HAU
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Seit vielen Monaten verärgert der trostlose Anblick eines Buswracks Ober-Mörler Bürger. Wann das "Schandmal" am östlichen Ortseingang hinter der Kapelle endlich wegkommt, wollte jetzt das Parlament erneut vom Gemeindevorstand wissen. FOTO: HAU

"Schandmal" am Ortseingang

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen(hau). In der jüngsten Gemeindevertretersitzung gab es auch aktuelle Informationen aus dem Rathaus zu verschiedenen Themen. Auch auf Fragen der Abgeordneten antwortete Bürgermeister Kristina Paulenz.

Kanalnetz:Der Gemeindevorstand hat ein Ingenieurbüro damit beauftragt, die anstehende Kamera-Befahrung des gesamten Kanalnetzes im Dorf zu kalkulieren, ein Leistungsverzeichnis zu erstellen und dann auszuschreiben. Aufgrund der immensen Kosten könne die Befahrung über vier Jahre gestreckt werden, heißt es in der Mitteilung des Gemeindevorstands. Um eine Erhöhung der Kanalgebühren komme man nicht herum, eine satzungsgemäße Neukalkulation lege der Gemeindevorstand vor, informierte Bürgermeisterin Paulenz. Konkrete Zahlen wollten die Abgeordneten in der jüngsten Parlamentssitzung wissen. Die Größenordnung liege bei etwa 1,2 Millionen Euro, erklärte die Rathauschefin. Der Beschluss, auch alle Hausanschlüsse abzufahren, habe das Projekt verteuert.

Zählung Radverkehr:Die Gemeinde Ober-Mörlen erlaubt dem Land Hessen laut Gestattungsvertrag, im Mühlenweg nahe der Usa in Langenhain-Ziegenberg eine Dauerzählstelle für den Radverkehr einzurichten.

Kinderbetreuungsplätze:Mit Blick auf die schriftlichen Antworten zum Thema Dachsanierung und Ausbau der evangelischen Kindertagesstätte "Sonnenstrahl" in Langenhain-Ziegenberg (s. WZ-Bericht vom Samstag) hatte Dr. Matthias Heil (CDU) von Bürgermeisterin Paulenz (SPD) wissen wollen, ob sie den Ausbau der angesprochenen Kita perspektivisch für überflüssig halte, ob die schriftlichen Antworten mit dem Gemeindevorstand abgesprochen worden seien und ob das Gremium wisse, dass es einen Parlamentsauftrag zum Ausbau gebe. Die Bürgermeisterin antwortete mit "Nein, ja, ja."

Glasfaserausbau:Auf eine lückenhafte Beschilderung der Glasfaserbaustellen wies Abgeordneter Mario Sprengel (SPD) in der aktuellen Parlaments-Fragerunde hin. Tiefe Löcher oder Gräben ohne entsprechende Schilder stellten über Nacht oder übers Wochenende eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Sie habe mit dem zuständigen Bauleiter gesprochen, erklärte Bürgermeisterin Paulenz, man bemühe sich um vollständige Beschilderung. Marco Hosenseidl (CDU) wollte wissen, ob auch die Löcher rund um die Glasfaser-Hausanschlüsse wieder verschlossen würden. Die von der Deutschen Glasfaser beauftragte Firma arbeite daran, erfuhr er von Paulenz.

Bus neben Kapellchen:Zum x-ten Mal interessierte sich ein Abgeordneter dafür, wann endlich der kaputte Bus neben dem Kapellchen entfernt werde. Seit Monaten verschandle das Gefährt, nun auch noch auf einen Anhänger erhöht, den östlichen Ortseingang. Auch in ihrer jüngsten aktuelle Fragerunde erfuhren die Gemeindevertreter, dass die Kommune an der Sache dran sei und zuversichtlich, sie bald erledigt zu sehen. Man hüte sich davor, irgendetwas illegal zu unternehmen, erläuterte Bürgermeisterin Paulenz.

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