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Die denkmalgeschützte Natursteinmauer an der Usa zwischen Schloss und Park soll auf einmütigen Wunsch der Gemeindevertretung treppenartig wiederhergestellt werden und zum Verweilen einladen.

Romantische Terrasse an der Usa

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Die vor Monaten eingestürzte und unter Denkmalschutz stehende Natursteinmauer an der Usa zwischen Schloss und Park könnte bei ihrem Wiederaufbau eine neue Form bekommen - natürlich nur in Absprache mit den zuständigen Behörden. Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung schlug vor, sich über eine treppenartige Anlage Gedanken zu machen.

Die Steinterrassen könnten zum Verweilen und Sitzen einladen, auf eine Absturzsicherung könnte verzichtet werden. Und im Hochwasserfall hätte die Usa mehr Platz, sich auszudehnen. Die treppenförmige Gestaltung dürfte kein Problem sein, vermutete Bürgermeisterin Paulenz nach positiven Behördengesprächen. Das Parlament stimmte einhellig für den Antrag, die Mauer nicht mehr senkrecht aufzubauen.

Nicht wie ursprünglich beantragt 20 000 Euro, sondern noch 5000 Euro wurden auf Antrag der FWG »last minute« in den neuen Haushalt für eine Machbarkeitsstudie rund ums Dorfgemeinschaftshaus von Langenhain-Ziegenberg eingestellt. Einig waren sich die Volksvertreter in ihrer letzten Sitzung vor der Kommunalwahl, dass in dem Gebäude einiges im Argen liegt: Toiletten im Keller desolat, Küche zu groß, Weg zu ebenerdigen Toiletten durch die Küche, kein Energiekonzept. Selbst das kaputte Glasdach sei nach einem Jahr noch immer nicht fertig repariert. Für den Verkauf eines ersten Grundstücks im Gewerbegebiet Boschstraße 1 stimmten in der Usatalhalle alle 24 Parlamentarier. Der Gemeindevorstand wird laut Votum mit dem Verkauf beauftragt.

Die rund 7500 Quadratmeter große Gewerbefläche soll zeitnah zum Quadratmeterpreis von 80 Euro veräußert werden. Wie Bürgermeisterin Kristina Paulenz den Gemeindevertretern erklärte, gebe es zwei Bewerber, die dringend nach Erweiterungsfläche suchten. Ebenfalls einmütig stimmte das Parlament für eine Gefahrenabwehrverordnung der Gemeinde Ober-Mörlen über die Einschränkung des Verbrauchs von Trinkwasser bei Notständen in der Wasserversorgung. In der Folge soll die Gemeinde auch eine Wasserampel bekommen, die endgültige Fassung beschließt laut Parlamentsvotum der Haupt- und Finanzausschuss nach der Klärung von Details zu den Ver- und Geboten. Bürgermeisterin Paulenz erläuterte, wie dringend man eine Handhabe brauche. Die Erfahrung in den letzten drei Trockenjahren habe gezeigt, dass bloße Appelle im Ernstfall nicht reichten. Auf diese Weise habe man nicht einen Kubikmeter Wasser gespart und den Wassermeistern, in ihrer Sorge ums Trinkwasser für alle, so manche schlaflose Nacht bereitet. Offensichtlich gehe es ohne die Möglichkeit zur Verhängung von Bußgeldern nicht. Die FWG wollte wissen, wie weit die Realisierung des für Ober-Mörlen geplanten Seniorenzentrums vorangeschritten ist. Bürgermeisterin Paulenz beantwortete den Fragenkatalog im Namen des Gemeindevorstandes. Demnach befinde man sich in Abstimmung mit der Gesellschaft für diakonische Einrichtungen (GfdE). Die Diakonie habe dem Gemeindevorstand vor einer Woche ihre Planungen zur Errichtung eines Seniorenzentrums und eines Kindergartens im ersten Bauabschnitt des Neubaugebietes Schießhütte II vorgestellt.

Noch kein Antrag für Seniorenheim

Zu den Inhalten der nicht öffentlichen Sitzung könne sie nichts sagen. Bisher liege kein Bauantrag zur Errichtung eines Seniorenheims vor. Die Planungen seien aber auf Wunsch von Dekan Guth um die Integrierung einer Kindertagesstätte ergänzt worden, was nach Aussage der GfdE den Zeitablauf verzögere. Die Gemeinde sei für die Verzögerung nicht verantwortlich, unterstrich Paulenz.

Durch die zusätzliche Errichtung einer Kita könnten weniger Wohnungen im Rahmen des Seniorenzentrums ausgewiesen werden. Über Details zu den von der Diakonie der Gemeinde gegenüber geforderten Konditionen sei man im Gespräch. Mit Ergebnissen rechne man in Kürze.

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