Die verlängerte Gartenstraße am großen Spielplatz sieht nicht immer so verwaist aus. Falschparker verursachen am Straßenrand zu Spitzen-Spielzeiten häufig Gefahren. 	FOTO: HAU
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Die verlängerte Gartenstraße am großen Spielplatz sieht nicht immer so verwaist aus. Falschparker verursachen am Straßenrand zu Spitzen-Spielzeiten häufig Gefahren. FOTO: HAU

Poller gegen Parksünder?

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Einige Tagesordnungspunkte gehörten in der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstagabend den Kindern in Ober-Mörlen und Langenhain Ziegenberg. Zwei Anträge beschäftigten sich mit der Situation am großen Spielplatz in der Gartenstraße, zwei Anfragen mit der Sanierung der evangelischen Kita in Langenhain-Ziegenberg (siehe Bericht oben) und ein Auftrag des Gemeindevorstandes mit dem kleinen Spielplatz an der Ober-Mörler Pestalozzistraße zwischen Feuerwehr und Wintersteinschule. Für dieses von Familien mit kleinen Kindern gerne genutzte Kleinod kamen denn auch die ersten Fakten auf den Tisch: Die Gemeinde wird für knapp 3000 Euro ein Sonnensegel anschaffen und auf dem bislang unbeschatteten Platz installieren.

Schwieriger gestaltet sich die Parksituation am großen Spielplatz. Auf der verlängerten Gartenstraße stünden entlang des Platzes immer wieder Fahrzeuge im absoluten Halteverbot. Um das »verkehrsgefährdende Falschparken« zu verhindern, beantragte die FWG zusätzliche Parkpoller auf dem Bürgersteig.

In der Debatte ging es um das Für und Wider solcher Poller und um die Ursache der für Kinder oft gefährlichen Situation. »Würden die Eltern hier nicht parken, müssten wir solche Anträge gar nicht erst stellen«, merkte Dr. Matthias Heil (CDU) an, als er auf einen fast gleichlautenden Antrag seiner Partei vor über zehn Jahren hinwies. Damals war im Rathaus entschieden worden, das offenbar durch die spielenden Familien selbst verursachte Problem durch verstärkte Kontrollen in den Griff zu bekommen.

Auch heute scheinen Poller nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein, wie die Argumente der Abgeordneten und von Bürgermeisterin Kristina Paulenz (SPD) zeigten. Derweil sich Jürgen Schneider (FWG) von der Wirksamkeit überzeugt zeigte, bezweifelten das alle anderen Redner. Die Autos parkten auf der Straße, führte die Bürgermeisterin an, dagegen würden auch keine Poller helfen. Nun soll im Ausschuss für Bau, Verkehr und Umwelt nach einer Lösung für die gefährliche Situation gesucht werden.

Toilettenhäuschen wird geprüft

Ob auf dem Spielplatz Gartenstraße in Toilettenhäuschen aufgestellt wird, soll auf einhelligen Wunsch der 25 anwesenden Abgeordneten der Gemeindevorstand prüfen. Aus der Elternschaft sei die Idee an seine Fraktion herangetragen worden, erklärte Jürgen Schneider (FWG). Beispiele in Nachbarkommunen könnten bei der Prüfung von Standort, Kosten und Nutzungsvereinbarungen helfen. Auch rechtliche Fragen und die der Verantwortlichkeit seien zu prüfen, ergänzte Joachim Reimertshofer (SPD).

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