Das Ober-Mörler Schloss wird in der Nacht zum Dienstag rot angestrahlt. Im ganzen Land gibt es ähnliche Aktionen.
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Das Ober-Mörler Schloss wird in der Nacht zum Dienstag rot angestrahlt. Im ganzen Land gibt es ähnliche Aktionen.

»Night of Light« am Schloss

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Am Montag, in der Nacht vom 22. auf 23. Juni, werden bundesweit Hunderte öffentliche Gebäude rot illuminiert. Mit dieser »Night of Light« will die Veranstaltungswirtschaft auf ihren durch die Corona-Einschränkungen verursachten Notstand aufmerksam machen. In Ober-Mörlen wird das Schloss in rotes Licht getaucht - eine Augenweide besonders in der »blauen Stunde« nach Sonnenuntergang.

Vorbeischauen lohnt sich, zumal Schlosshof und Umgebung viel Platz für die Corona-Abstandsregeln bieten. Mit ihrer gemeinsamen Aktion schließen sich die Langenhainer Beleuchtungsprofis Norbert Mohr (No Mohr Light) und Torben Dietz (TR-Eventtechnik) dem Appell einer ganzen Branche an, die am wirtschaftlichen Abgrund steht - mit gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt und die kulturelle Vielfalt. Laut Webseite der Veranstalter gibt es auch Aktionen am Hotel Dolce und in der Trinkkuranlage in Bad Nauheim, in Ockstadt an der Kirche und am Schwimmabd. sowie in Rosbach an der Stadtkirche und in Rodheim am Kirchturm. Die leuchtenden Mahnmale sollen zu einem Licht-Monument zusammenwachsen, zu einem Hilferuf an die Politik, im Dialog Wege aus der dramatischen Lage heraus zu entwickeln.

Von den Corona-Restriktionen betroffen sind nicht nur Veranstalter. Auch Spielstätten sowie Zulieferer und Dienstleister: Technikfirmen, Bühnen- und Messebauer, Logistiker, Ausstatter, Eventagenturen, Konzertveranstalter, Caterer, Künstler bis hin zum Einzelunternehmer, der Inhalte, Drehbuch, Regie, Fotografie oder florale Dekorationen zu Events beisteuert - insgesamt laut der Mitteilung mehr als drei Millionen Menschen aus über 150 Gewerken in einer heterogenen Branche ohne einheitliche Lobby. ARCHIVFOTO: HAU

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