Für den Verkauf des Lekkerkerkplatzes nebst Abriss der Usatalhalle läuft aktuell die erste Stufe eines formlosen Interessenbekundungsverfahrens. Hier könnten später zwei Märkte, Café, Bäckerei und Drogeriemarkt entstehen.	 FOTO: HAU
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Für den Verkauf des Lekkerkerkplatzes nebst Abriss der Usatalhalle läuft aktuell die erste Stufe eines formlosen Interessenbekundungsverfahrens. Hier könnten später zwei Märkte, Café, Bäckerei und Drogeriemarkt entstehen. FOTO: HAU

Lekkerkerkplatz

Neun Anfragen für Filetgrundstück in Ober-Mörlen

  • vonAnnette Hausmanns
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Den Sachstand zur Vermarktung des Lekkerkerkplatzes, dem Standort der Usatalhalle, fragte die FWG-Fraktion im Gemeindeparlament ab.

Der Erlös aus dem Grundstücksverkauf gilt als wichtige finanzielle Säule zur Finanzierung der geplanten Sport- und Kulturhalle gegenüber dem Kapellchen an der Ortseinfahrt aus Bad Nauheim kommend.

Laut schriftlicher Antwort von Bürgermeisterin Kristina Paulenz erarbeitete das Bad Nauheimer Architekturbüro Alfred Möller ein grobes Nutzungskonzept, auf dessen Grundlage im Sommer letzten Jahres ein Interessenbekundungsverfahren eingeleitet wurde. Demnach sollen auf dem 13 400 Quadratmeter großen Grundstück nach Abriss der Usatalhalle Neubauten entstehen.

Grob eingeteilt spricht das Architekten-Konzept auf Erdgeschossebene von einem Verbrauchermarkt auf circa 2000 Quadratmetern, Discountermarkt (1200), Café/Bäcker (300) und Drogeriemarkt (800). Im Obergeschoss werden Wohnen/Betreutes Wohnen und/oder nicht störende Nutzung (Praxen, Büros) angedacht. Berücksichtigt werden müssen Stellplätze, Andienung und Grünflächen.

Wie die Bürgermeisterin mitteilte, hätten sich neun potentielle Interessenten gemeldet, zu denen Kontakt gehalten werde. Die vorgelegten Referenzen würden noch geprüft. Der vom Architekten geschätzte Ankaufspreis liege bei mindesten 250 Euro pro voll erschlossenem Quadratmeter. Das entspräche in der Summe mindestens 3,35 Millionen Euro - wenn denn Abbruch und Entsorgung der Usatalhalle zu Lasten des Käufers gehen.

Das weitere Vorgehen werde auch vom Planungs- und Bauablauf der neue Halle anhängen, erklärte Paulenz. Sie vermute, dass Ende der Sommerpause eine Entscheidung falle, welche Interessenten in die zweite Stufe des formlosen Verfahrens gelangen, um dann detailliertere Pläne abzugeben. Eine detaillierte städtebauliche Planung würde dann »zu gegebener Zeit als Abschluss des Interessenbekundungsverfahrens der Gemeindevertretung zur Entscheidung vorgestellt«, heißte es in der schriftlichen Beantwortung.

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