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Zwischen Schule und Feuerwehr wäre ein guter Standort für einen neuen Spielplatz, findet die Politik. Ob man einen Teil erwerben kann, muss noch festgestellt werden.

Neue Spielplätze sollen kommen

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Neue Kinderspielplätze nahe dem Maiberg und dem Neubaugebiet Schießhütte II: Mit diesem Thema hat sich der Ausschuss für Soziales und Gesellschaft am Montag in der Usatalhalle (unter anderem) beschäftigt. Ebenso wie beim Sport- und Freizeitpark in den Mühlwiesen formulierte das Gremium zwar noch keine Beschlussempfehlung, in der Diskussion manifestierten sich aber Meinungstendenzen - bevor sich jetzt Ausschuss und Fraktionen tiefer in die Aufgabenstellungen einarbeiten.

Einig sind sich wohl alle, dass Ober-Mörlen neue Spielplätze braucht - Ausschussmitglieder um Vorsitzende Jessica Hadelko (CDU) und ihre Stellvertreterin Carolin Scherer (SPD) ebenso wie die anwesenden Parlamentarier, die von ihrem Rederecht Gebrauch machten.

Die beiden Standorte nahe der Schulturnhalle sowie nahe dem Sportplatz »In den Mühlwiesen« wurden in der Diskussion favorisiert. Gleichwohl brauche es weiterführende Beratungen. Wie Bürgermeisterin Kristina Paulenz erklärte, sei eine Änderung des Bebauungsplanes notwendig. Mit dem DRK Friedberg als Grundstückseigentümer stehe man wegen eines Teilgeländes zwischen Feuerwehr und Schule in Kontakt.

Ein Spiel- neben dem Sportplatz »In den Mühlwiesen« könne nur Teil eines Gesamtkonzeptes für das Terrain sein. Angebote für Spielgeräte und Zaunanlage lägen bereits vor, ergänzte Paulenz.

Nicht ganz so einhellig ging es bei der Diskussion um die Ausgestaltung des Sportgeländes »In den Mühlwiesen« zu. Die von der CDU vor einem halben Jahr ins Spiel gebrachte Entwicklung des Geländes zu einem vielseitigen Sport- und Freizeitpark hatte die FWG um einen Änderungsantrag ergänzt: Im Zuge des Kultur- und Sporthallenbaus »In den Weiden«, also am anderen Ortsende, möge man eine eventuelle Verlagerung des Sportgeländes an die Halle mitberücksichtigen.

Wie der neue Fraktionsvorsitzende Marco Roth jetzt einwarf, sei der Vorschlag nach wie vor als Vision zu verstehen, die man für die Zukunft im Hinterkopf behalten möge.

Kein Zuspruch für FWG-Antrag

Eine solche Vision könne der zeitnahen Aufwertung des bestehenden Geländes im Wege stehen, warf Achim Glockengießer (SPD) ein. Die Verlegung des Sportgeländes mache aus seiner Sicht keinen Sinn. Vielmehr verliere man neben dem neuen Hallenstandort eine 30 000 Quadratmeter große Fläche nahe dem Autobahnanschluss, die aktuell als Gewerbefläche angedacht sei. Auch der Sportverein habe kein derartiges Interesse geäußert. SPD-Fraktionsvorsitzender Joachim Reimertshofer wurde deutlicher: »Warum sollte man den SVO da rausreißen? Das tragen wir nicht mit«.

Für die CDU unterstrich Fraktionsvorsitzender Dr. Matthias Heil, dass der FWG-Änderungsantrag keine Option sei. Während Roth weiter darum warb, den »Gedanken einfach mal im Kopf zu behalten«, erinnerten Sabine Schaller (SPD) und Glockengießer daran, das akute Problem am Sportplatz im Blick zu behalten: die Versorgung mit Wasser. Frank Dreier und Gottlieb Burk (beide CDU) sowie Carolin Scherer unterstrichen, das Gesamtkonzept und das Ziel einer Aufwertung des Geländes im Auge zu behalten und möglicherweise einen entsprechenden Arbeitskreis zu bilden.

Wie Bürgermeisterin Paulenz ergänzte, habe man für das Gelände an der neuen Halle längst eine Änderung zur Gewerbefläche im neuen Flächennutzungsplan beantragt. Überdies stehe sie in engem Kontakt zum SVO, bei den Überlegungen in Sachen Bewässerung und Renovierungsarbeiten sei man gemeinsam auf einem guten Weg.

Am Ende beschloss der Ausschuss, den CDU-Antrag auf Erstellung eines Gesamtkonzeptes für einen Sport- und Freizeitpark »In den Mühlwiesen« weiter zu beraten. Bei einer Gegenstimme (FWG) beschloss das Gremium, der Gemeindevertretung zu empfehlen, den FWG-Änderungsantrag abzuweisen.

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