Eins von 1000 Beispielen mangelhafter Straßenwiederherstellung nach der Verlegung von Glasfaserkabeln im gesamten Dorf.
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Eins von 1000 Beispielen mangelhafter Straßenwiederherstellung nach der Verlegung von Glasfaserkabeln im gesamten Dorf.

Gemeindevertretersitzung

Nach Glasfaser-Ausbau in Ober-Mörlen: Streit bei Straßenbau

  • vonAnnette Hausmanns
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Nachdem die Glasfaser-Verlegung in Ober -Mörlen beendet worden ist, sollen die Straßen wieder ordnungsgemäß wiederhergestellt werden. Doch es gibt Streit.

Die zweite Gemeindevertretersitzung in der Usatalhalle unter Corona-Bedingungen lief derart harmonisch ab, dass Abgeordnete wie Beobachter überrascht in die Runde lauschten. Gleich vier »Vor-Corona-Anträge« wurden nach knappen Begründungen zurückgezogen, zwei Anliegen wurden in die Ausschüsse verwiesen und zwei weitere angenommen.

Eingangs hatte Parlamentsvorsteher Gottlieb Burk zwei neue Volksvertreter begrüßen können: Nachrücker sind Marco Ritzel für Hendrik Faust (CDU) und Rudolf Liese für Horst Schraub (FWG). Beide Vorgänger sind aus Ober-Mörlen weggezogen.

Von der Zeit überholt worden war der SPD-Antrag auf Beauftragung eines externen Ingenieurbüros zur Überwachung der ordnungsgemäßen Wiederherstellung der Straßen und Wege nach Beendigung der Glasfaser-Verlegung. Das Büro hat seine Arbeit im Auftrag der Gemeinde bereits aufgenommen.

Gemeindevertretersitzung Ober-Mörlen: Streit über Straßenbelag

Seit mindestens fünf Wochen streite man sich jeden Dienstag eine Stunde lang am Telefon um die Körnung des Asphalts, erläuterte Bürgermeisterin Kristina Paulenz. Endlich sei von der Deutschen Glasfaser eine neue Firma beauftragt worden. Sie hege die Hoffnung, dass nun die Asphaltierung weitergehen könne. Man halte an der Vereinbarung »nachher wie vorher« unbedingt fest. Das Ingenieurbüro werde keinen Zentimeter abnehmen, der nicht ordentlich hergestellt sei.

Von einem Rahmenvertrag mit einem externen Eventmanager, wie die SPD-Fraktion ihn im Januar beantragt hatte, sehen die Sozialdemokraten für dieses Jahr ab. Unter dem Eindruck der Corona-Pandemie sei so schnell nicht mit Veranstaltungen zu rechnen, erklärte SPD-Vorsitzender Joachim Reimertshofer die Rücknahme des Antrags.

Gleich zwei CDU-Anträge zum Thema kommunale Kita »Sternschnuppe« zog die Fraktion am Dienstag zurück. Nach einem gezügelten Rückblick auf die Entwicklung im vergangenen Jahr mit 13 Kündigungen, eingeschränkter Betreuung und fristgerechter Entlassung der zu Beginn vergangenen Jahres eingestellten Kita-Leiterin sah Fraktionsvorsitzender Dr. Matthias Heil die Einrichtung »nahe am Totalschaden« vorbeigeschrabbt. Nun scheine die Kita aber auf einem guten Weg zu sein. Man wolle einen Beitrag zur Befriedung leisten und ziehe deshalb den Antrag auf Erhöhung der Personalmittel zur Sicherstellung der Betriebsfähigkeit ebenso zurück wie den Antrag auf die Einsetzung eines Akteneinsichtsausschusses.

Gemeindevertretersitzung Ober-Mörlen: Neue Kita-Leitung

Für die SPD unterstrich Joachim Reimertshofer, dass man nach vorne schauen müsse. Dem Gemeindevorstand gebühre Lob und Anerkennung für sein Einschreiten. »Bei Personal kann man auch mal danebengreifen«, gab Reimertshofer zu bedenken. Wichtig sei zu handeln, wenn man einen Fehler erkenne.

Der Gemeindevorstand hatte zuvor bekanntgegeben - ohne Namen zu nennen -, dass die Kita-Leitung und die Stellvertretung neu besetzt seien.

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