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Die Landfrauen-Squaws sind sind gut druff.

Mundart, Motten und Traumbusen

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Ober-Mörlen(hau). Die Stimmung schäumt förmlich über im proppenvollen Bonifatiussaal. Die Landfrauen haben zum Kräppelnachmittag eingeladen, und da geht es traditionell munter rund. Nach Kaffee und Kräppeln gaben sich am Montag urige Beiträge in der Bütt und auf den Tanzdielen ein flottes Stelldichein. Zum Schunkeln und Tanzen riss Volker Busch mit Keyboard und Stimme hin.

In der Frau steckt ein bisschen Hefe

Die Mundart-Geschichte von der Speckschwart kam mitten aus dem Landfrauenleben von anno dazumal, in der Landfrauen-Apotheke lernte man, handfest auf Motten- und Mäusejagd zu gehen, und auch zu Kaffeegenuss und Älterwerden konnten die Landfrauen aus dem Nähkästchen plaudern. Wenn das Gehör nachlässt, können verbale Verwechslungen wie die von "Thrombose" und "Traumbusen" schon mal zur allgemeinen Erheiterung vorkommen, erst recht, wenn die Schwerhörige dann auch noch das Operieren mit dem Fotografieren verwechselt.

Traumschiffkapitänin und Urlauberinnen berichteten von Abenteuern, Heimweh nach Mirle und so manchem Desaster an Bord - umso größer war die Freude, dank harter Diät jährlich ein Kilo abzunehmen. Davon konnte der "Cellulite"-Chor der Landfrauen in seiner Not nur träumen. "Gott ist doch ein Mann. Warum tut er uns das an? Warum ist Gott denn so gemein, schuf uns mit Dellen an Popo und Bein. Ich hätt’ ihm das nie zugetraut - Orangenhaut!"

Kaum besser erging es den Landfrauen, die zur Gitarrenbegleitung das Hefelied der Komponistin Thea Eichholz anstimmten: "In jeder Frau steckt ein Stück Hefe. Das kleine Luder tut, als ob es schliefe. Doch plötzlich kommt die Zeit, Frauen seid bereit, dann geht die Hefe auf. So ist unser Lebenslauf."

Für die Kleinen Roten Funken des MCC sind das keine Themen. Als Gäste auf der Landfrauenbühne sprühten die goldigen Mädchen bei ihrem putzmunteren Gardetanz nur so. Kontrastprogramm bot zu Beginn der Mitmach-Clubtanz mit dem harmlosen Namen "Tschu Tschu Wa", der erst dann endet, wenn sich jedermann und jede Frau im Saal mit ausgestreckten Armen, völlig verbogen und mit heraushängender Zunge im Kreise dreht.

Stimmungsvoll endete der Nachmittag mit einem pulsierenden Indianertanz der Landfrauensquaws, mit Polonaise durch den Saal am "Tag, so wunderschön wie heute", dem Dank ans Publikum, ans Boniteam und an alle Aktiven vor und hinter den Kulissen oder im Krankenbett.

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