Liebeserklärung an die Wetterau

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Nicht einmal die Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft kann den Andrang ins Gemeindezentrum vereiteln. Das Bücherei-Team kredenzt bunte Cocktails ohne Alkohol, schleppt immer neue Stühle herbei und freute sich mit seinen Gästen auf einen spannenden Leseabend mit Buchautor Michael Elsaß und seinem jüngsten Wetterau-Krimi "Tod im Labor".

Nicht einmal die Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft kann den Andrang ins Gemeindezentrum vereiteln. Das Bücherei-Team kredenzt bunte Cocktails ohne Alkohol, schleppt immer neue Stühle herbei und freute sich mit seinen Gästen auf einen spannenden Leseabend mit Buchautor Michael Elsaß und seinem jüngsten Wetterau-Krimi "Tod im Labor".

Schlagartig wird es mucksmäuschenstill in dem kleinen "Hörsaal", als der fiktive Wetterauer Wissenschaftler Dr. Thomas Gärtner gewaltsam ins Jenseits befördert und an seine geheimen Laborschweine verfüttert wird. Die Reihe der Motive und Tatverdächtigen schwillt mit jedem Kapitel an. Der Krimiautor liest geschwind und locker, schafft fließende Übergänge und schmeckt mit seinen Zuhörern auch die mit einem Schuss Galgenhumor gewürzte Geschichte nach.

"Krimis sind eine tolle Sache, da kann ich Geschichten aus den unterschiedlichsten Genres miteinander verknüpfen", hatte der Autor eingangs in die große Runde gestrahlt und vom Einstieg des Wetterauer Kreis-Pressesprechers in die Schriftstellerei erzählt. So trägt der "Tod im Labor" auch Attitüden einer Liebesgeschichte, autobiografische Schnipsel, regionale Historie, Landschaftsbeschreibungen und Gesellschaftskritisches. "Dieses Buch ist stärker recherchiert als seine Vorgänger", erklärte Elsaß.

Mit viel Liebe zum Detail entwickelte der Krimiautor im dritten Band seinen Protagonisten, den Friedberger Polizeikommissar Karl-Heinz "Kalli" Wetz, weiter und stellte dem bekennenden Wetterauer aus Echzell mit Mutti, Tante Jutta, Kumpel Jockel und Assistent Robert Kramer wieder die vertrauten Weggefährten an die Seite. Nach den Toten unterm Windrad und im Basalt widmet sich der studierte Soziologe und Politikwissenschaftler Elsaß diesmal dubiosen Machenschaften – oder "mörderischen Schweinereien", wie die Hessenschau titelte – im Dunstkreis von Wissenschaft, Lebensmittelindustrie und Tierschutzaktivisten.

Verfilmung gewünscht

Wie schon seine Wanderführer und die ersten beiden Regionalkrimis von Michael Elsaß darf auch der "Tod im Labor" als lebhafte Liebeserklärung an die Wetterau verstanden werden – und als ein Plädoyer für die regionale Vermarktung gesunder Lebensmittel. Am westlichen Rand der Wetterau kamen die Kriminalgeschichte, die lokalen Begebenheiten und die den Menschen zugewandte Vortragsweise so gut an, dass der Autor dicht umlagert, um Widmungen in seine Bücher gebeten und darauf hingewiesen wurde, dass man sich eine Verfilmung des Lesestoffs gut vorstellen könne.

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