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»Lichtblicke« im Zeitplan

  • VonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Freitagvormittag im Pfarrzentrum. Aus den bodentief geöffneten Fenstern des Bonifatiussaales dringen Orgelmusik und liturgische Gebete in den Pfarrgarten. Auf der Gebäuderückseite stehen die Türen zum Jugendbereich sperrangelweit auf. Leises Plaudern wird von einem Föhn übertönt.

Sechs Paar rührige Hände verhelfen dunkel angelaufenen Kerzenleuchtern zu neuem Hochglanz. Zwei Helferinnen vom Landfrauenverein stehen an der Spüle, waschen und föhnen die Leuchter bis sie wachsfrei sind.

Im nächsten Schritt ist die Polierpaste dran, dann das liebevolle Finish mit Polierwatte. »Da kann man sich fast drin spiegeln«, ruft eine begeisterte Landfrau. Alle sind froh, sich für die Innenrenovierung ihrer Heimatkirche nützlich machen zu können.

Farbliche Auffrischung

Seit vor zwei Monaten unter dem Motto »Lichtblicke« der Startschuss zu den umfangreichen Arbeiten in Ober-Mörlens katholischer Pfarrkirche St. Remigius fiel, verging kein Tag ohne emsige Arbeiten im Kirchenschiff und in seiner Umgebung.

Inzwischen wurden neue Stromleitungen verlegt, von Ruß geschwärzte Wände und Decken verwandeln sich unter Meisterhand in pastellhelle Flächen, die Fenster leuchten in bunten Farben, Heiligenfiguren werden extern aufpoliert und die Altäre nach Abschluss der Malerarbeiten fein gesäubert. »Wir liegen gut in der Zeit«, freut sich Herbert König vom kirchlichen Verwaltungsrat. Die Kirche ist ihm zur zweiten Heimat geworden und das Projekt »Lichtblicke« derart ans Herz gewachsen, dass er sich mit aller Kraft hineinkniet. Dass das Mit- und Nacheinander von Profis und ehrenamtlichen Helfern so gut klappt, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst von König und seinen Mitstreitern. Die Profis leisteten hervorragende Arbeit, aber ohne die Freiwilligen wäre ein solches Unterfangen nicht zu stemmen, sagt König. Zu den kalkulierten 100 000 Euro Kosten für die dringend notwendigen Arbeiten gebe das Bistum Mainz kein Geld dazu. »Wir finanzieren aus Rücklagen und Spenden und bringen so viel Eigenleistung ein wie möglich.« Während König an diesem strahlenden Morgen den Marmorboden im Kirchenschiff reinigt, die Landfrauen Leuchter putzen, Antje Allemann auf dem Kirchplatz unermüdlich Unkraut aus den Ritzen entfernt und die Küsterin nach dem Gottesdienst aufräumt, werden Pläne geschmiedet - für viele kleine und größere Arbeiten, die man nicht sieht.

Alle Kirchenbänke müssen gesäubert und an ihre angestammten Plätze geräumt werden. Die Sakristei braucht eine Grundreinigung, die Heiligenfiguren wandern zurück an ihre Plätze, und am Ende sollen auch alle Gottesdienstutensilien wieder in die Kirche gebracht werden.

Wiedereröffnung am 4. Juli geplant

»Am 4. Juli wollen wir wie geplant Wiedereröffnung feiern, mit einem Festgottesdienst um 10 Uhr in unserer wunderschön lichten Kirche«, freut sich König.

Willkommen ist jede helfende Hand und/oder Geldspende in beliebiger Höhe. Auch sachbezogene Spenden sind möglich. Wer weiterführende Infos braucht oder an einer Patenschaft interessiert ist, kann sich mit Petra Fischer im Pfarrbüro in Verbindung setzen: via E-Mail unter der Adresse info@pg-moerlen.de oder telefonisch unter der Nummer 0 60 02/3 17. Spendenkonto bei der Volksbank e. G. Ober-Mörlen, Kontoinhaber: Katholische Kirchengemeinde St. Remigius, IBAN: DE31 5186 1806 0000 0007 79, Verwendungszweck: »Lichtblicke«

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