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Wie Lego für Große

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Seit Donnerstagmorgen ruht die neue Fußgängerbrücke über die Usa in ihren Ankern. Binnen einer halben Stunde hatte ein Kran das gute Stück vom Tieflader an seinen Platz zwischen Schloss und Park gehievt. Ganze 3,5 Tonnen wiegt die knapp 20 Meter lange Brücke aus Aluminium. Zum Vergleich: Das Vorgängermodell aus Beton hatte stattliche 28 Tonnen auf die Waage gebracht. Es war im September abgebaut worden - ebenfalls an einem Stück.

»Das ist wie Lego für Große«, schmunzelte Projektleiter Henning Keiner von der Baufirma Lupp, die auch schon die alte Brücke über die Usa gebaut hatte. Das zeitgemäße Alu-Modell habe man bei der Firma Altec in Mayen in Auftrag gegeben. Die Brücke werde im modularen Baukastensystem gebaut, im Werk vollständig hergestellt und als komplette Baugruppe an Ort und Stelle gehoben.

Begehbar wohl noch dieses Jahr

Bürgermeisterin Kristina Paulenz zeigte sich während der Montage zufrieden mit der Ausführung des Bauwerks. Für die Alu-Konstruktion sprechen laut Hersteller eine Lebensdauer von bis zu hundert Jahren, Wartungs- und Korrosionsfreiheit, Recyclebarkeit und das günstige Kosten-Nutzen-Verhältnis. Mit allem Drum und Dran legte die Gemeinde für die Brückenerneuerung knapp 150.000 Euro auf den Tisch.

Die parkseitige Befestigungsmauer unter der Brücke wiederherzustellen, sei die Aufgabe für einen Kenner seines Fachs gewesen, merkte Projektleiter Keiner an - dankbar, dass seine Firma noch über tradiertes Wissen verfüge. Geländerteile und Anschlüsse an den Brückenenden sollen so schnell wie möglich fertiggestellt werden. Das könnte bedeuten, dass man voraussichtlich über die neue Brücke ins neue Jahr wandeln kann.

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