Konzept für "Schießhütte" angemahnt

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Eigentlich hatte das Parlament in seiner jüngsten Sitzung beschließen sollen, dass der Bebauungsplan-entwurf für den ersten Bauabschnitt im neuen Baugebiet "Schießhütte II" offengelegt wird. Nach kurzer Diskussion entschieden sich die Abgeordneten aber dafür, den vom Investor vorgelegten Entwurf erneut in den Bauausschuss zu verweisen.

Eigentlich hatte das Parlament in seiner jüngsten Sitzung beschließen sollen, dass der Bebauungsplan-entwurf für den ersten Bauabschnitt im neuen Baugebiet "Schießhütte II" offengelegt wird. Nach kurzer Diskussion entschieden sich die Abgeordneten aber dafür, den vom Investor vorgelegten Entwurf erneut in den Bauausschuss zu verweisen.

Zuvor hatte die CDU den Gemeindevorstand aufgefordert, sich mit dem Investor, also der Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GEG) über ein Gesamtkonzept für das neue Baugebiet zu verständigen. Überdies solle der Gemeindevorstand die GEG anhalten, mit den Vorarbeiten zur Erschließung des zweiten Bauabschnittes zu beginnen.

Seine Fraktion halte ein strukturiertes Gesamtkonzept für dringend erforderlich, unterstrich CDU-Vorsitzender Dr. Matthias Heil, "um eine transparente und professionelle Vorgehensweise zu gewährleisten". Als Beispiele nannte Heil ein Energiekonzept, Lärmschutzmaßnahmen, Verteilung der Wohnformen, Anordnung von Verkehrs- und Grünflächen. "Wir haben nach wie vor Vertrauen in die GEG, aber wir müssen auch wissen, wohin die Reise geht", betonte er. Der B-Plan müsse jetzt gestaltet, und dann erst offengelegt werden, forderte der Christdemokrat.

Angesichts von wahrscheinlich lediglich 28 Bauplätzen im ersten Bauabschnitt gegenüber einer wohl viermal so langen Liste bauwilliger Ober-Mörler sei mit einer erheblichen Überzeichnung zu rechnen, fuhr Heil fort und hegte die Befürchtung: "Das wird ein Hauen und Stechen geben." Ein Beginn der Arbeiten am 2. Bauabschnitt sei deshalb unerlässlich.

Weiteres Baugebiet angedacht

Überrascht vom CDU-Antrag zeigte sich Achim Glockengießer (SPD). "Wir sind aber dabei", unterstrich Glockengießer, dass man Konsens wolle: "Die Zeit drängt."

Die Idee ist nun, dass die GEG während des Sommers ein Gesamtkonzept erstellt, dies sofort im Bauausschuss beraten wird und die Gemeindevertretung gleich nach den Sommerferien die Offenlegung des B-Plan-Entwurfs beschließen kann. In früheren Überlegungen hatte man auf Details gesetzt, die nach der Offenlegung und Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange nachträglich einzuarbeiten seien.

In diesen Zusammenhang passte auch ein weiterer Antrag der CDU. Hierin forderte man den Gemeindevorstand auf, umgehend die Bauleitplanung für das kleine Neubaugebiet "An der Hainbach" anzustoßen – dem einzig verbliebenen Bauerwartungsland im aktuellen Flächennutzungsplan. In diesem kleinen Zipfel am westlichen Ortsrand sei angesichts der geringen Grundstückseigentümerzahl und der angrenzend vorhandenen Erschließung sicher schnell Baurecht zu schaffen, vermutete Dr. Matthias Heil und beantragte gleich selbst die Verweisung der Aufgabe in die Ausschüsse. Mario Sprengel (SPD) fand die Vorgehensweise dem Investor in der "Schießhütte II" gegenüber nicht fair. Das müsse auch rechtlich geklärt werden.

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