1. Wetterauer Zeitung
  2. Wetterau
  3. Ober-Mörlen

KG-Mörlau: Werbung rettet vor Insolvenz

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Redaktion

Kommentare

Weltpolitik, Probleme der jungen Generation – und jede Menge Stimmungshits. Die Kostümsitzung der 1. Ober-Mörler Karnevalsgesellschaft Mörlau war ein voller Erfolg.

Weltpolitik, Probleme der jungen Generation und jede Menge Stimmungshits. Die Kostümsitzung der 1. Ober-Mörler Karnevalsgesellschaft Mörlau war ein voller Erfolg. In perfekter Stimmung dank der Hauskapelle »Ben Karell und Roy Glitter« begrüßte der Erste Vorsitzende Jochen Werner die Gäste, ehe auf Andreas Gabaliers »We salut you«, gesungen von Alina Schaller, ein etwas anderer Einzug des Elferrats folgte, bei dem die Gäste persönlich begrüßt wurden. Sitzungspräsident Christian Möller moderierte den Einzug der Gardemädchen der verschiedenen Prinzengarden sowie Mohr Hans Schneider an der Seite des amtierenden Prinzenpaars Prinz Wulf I. und Prinzessin Claudia I. (Wulf Brix und Claudia Epp) mit Hofstaat Roland Pursch und Jutta Ehmann. Prinz Christopher und Prinzessin Jessica aus Nidda sowie das Dreigestirn der Motten aus Wölfersheim (Prinz Christopher I., Jungfrau Timonia I. und Bauer Jürgen I.) ließen es sich es als Besucher nicht nehmen, ein paar Worte an die Mörlauer zu richten.

Wieder in der Bütt war Nachwuchs-Talent Tim Zuber als »junger Checker«. Manfred Möller erzählte von seinem 66. Geburtstag. Auch wenn er es heute nicht mehr so krachen lasse, schon ein wenig Rost angesetzt habe und öfter zur Inspektion müsse, könne er doch sagen: »Heute in Mörlau ist mein schönster Tag!« Das Protokoll übernahmen die Büttenredner-Neulinge Michaela Franke-Röseler und Sandra Röseler, die als Bundespressesprecherin und Putzfrau im Mörlauer Schloss aus der Not heraus die Rede für die Bundeskanzlerin über die Geschehnisse in 2016 ausarbeiteten. Von der Flüchtlingskrise über Böhmermann, Trump und Brexit wurde die Weltpolitik auf die Schippe genommen.

Mörlau TV sucht Weg aus Schulden

Über das »Mysterium Frau« berichtete Anna-Karoline Schneider und erklärte, was man als Frau alles beachten und warum sich an der Werbung für Frauen-Artikel dringend einmal etwas ändern müsse. »Tante und Nichte« Astrid Trier und Natascha Seipel redeten auch diesmal wieder völlig aneinander vorbei, was zu erheiternden Missverständnissen führte. Zurück in der Bütt war Harald Faust, der amüsante Alltagsgeschichten aus dem Leben des »Fauscht aus de Sandgass« zum Besten gab.

Philippe Wörner und Corinna Schneider brachten als »Kevin und Schantal« dem Publikum das Teenager-Leben von heute näher; das »voll krass viel Arbeit« sei als You-Tube-Star und Instagram-Girl.

Die Sketch-Gruppe »Mörlau TV – Schau dich blau« strapazierte mit dem Thema »Mörlau TV kurz vor der Insolvenz« die Lachmuskeln des Publikums. Maximilian Pursch, der als »Pleitegeier« die Moderation übernommen hatte, suchte nach Möglichkeiten, die Gruppe aus den Schulden zu holen, indem er Sendezeit für Werbung bereitstellte. So ließ er ein Ersatz-Funkemariechen (Nils Arne Wielpütz) einen Tanz vorführen und die Maulwürfe vom Sportplatz (Kevin Kanschat und Marc Aletter) zu Wort kommen, die ihr eigenes Reich gründen und schützen wollen. Ebenfalls zu Gast waren Inder Ranjid (Sebastian Schaller) und seine Kuh Bonita (Marc Aletter), die Werbung für ihren neu eröffneten Kamasutra-Tempel im ehemaligen »Goldenen Hirsch« machten. Außerdem gewährte er einer Pressekonferenz von Präsident Trump und dem mexikanischen Staatsoberhaupt Sanchez (alle dargestellt von Max Sens) Raum, die sich auf ihren bevorstehenden Kampf vorbereiteten.

Nach der Bühnen-Premiere im letzten Jahr war auch die »Mörlauer Spätlese« wieder mit von der Partie, die unter dem Motto »Fernsehen der 90er« ein Playback-Medley zum Besten gab. Von der »Eine schrecklich netten Familie« über »Das A-Team«, »Baywatch«, »die Turtles« oder die »Gummibärenbande« parodierten sie Fernseh-Klassiker und rissen das Publikum damit von den Stühlen. Alina Schaller sorgte mit ihrem deutschen Gesangs-Medley mit Hits von Andreas Gabalier und Seiler & Speer für ausgelassene Feierlaune.

SWAT-Team durchsucht Halle

Die Tanzbeiträge eröffnete die Große Prinzengarde mit ihrem Gardetanz. Die Mittlere Garde zeigte den Zauber von »Feuer-und-Eis«, das Männerballett brachte als »Bauarbeiter« viel Action auf die Baustelle. Als »Sträflinge« kamen die Sternschnuppen mit einem »SWAT-Team« in die Narrhalla, die bei einer Razzia nach Waffen, Drogen und Minderjährigen durchsucht wurde. Hoch hinaus ging es bei der Großen Prinzengarde, die als exotische blaue Vögel über die Bühne wirbelte. Zum Abschluss animierten alle Gruppen gemeinsam mit einem Party-Flashmob aus bekannten Party-Klassikern wie »Macarena« und »YMCA« das Publikum zum Mitmachen und sorgten damit für den krönenden Abschluss des Abends in der ausverkauften Halle.

Auch interessant

Kommentare