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Will jemand Igeln bewusst schaden? Das fragen sich Tierfreunde angesichts eines neuerlichen Vorfalls. (Symbolbild)

Helfer in Alarmbereitschaft

Seltsamer Vorfall: Ist der „Igelhasser“ wieder in der Wetterau unterwegs

Im Herbst gab es zahlreiche Vorfälle mit toten Igeln in der Wetterau. Nun sind Tierfreunde wieder aufgeschreckt. In Ober-Mörlen ist ein Unbekannter in einen Garten eingedrungen und hat ein Igelhaus beschädigt.

Ober-Mörlen - Tierfreunde aus der Wetterau sind alarmiert: Ist der Igelhasser vom vergangenen Herbst zurück? Laut Jutta Knierim-Haustein vom Verein »Igelmama« ist am vergangenen Wochenende ein Unbekannter in einen Garten in Ober-Mörlen eingedrungen und hat ein Igelhaus beschädigt.

»Igelvadder« Otto Luzius aus Bad Nauheim wurde umgehend verständigt. »Eine schwere Holzkiste wurde umgestoßen, die als Überwinterungsmöglichkeit für Igel gedacht war«, sagt Luzius.

Auch das Stroh, mit dem die Kiste für die nötige Wärme ausgekleidet worden war, sei überall verteilt worden. Ob tatsächlich ein Igel in der Kiste seinen Winterschlaf gehalten hatte, ist unklar. »Wir wissen es nicht. Wir hoffen, nicht«, sagt Luzius.

„Igelhasser“ in der Wetterau: Bewusst Schaden angerichtet

Jutta Knierim-Haustein ist sich sicher, dass die Kiste für ein Tier, zum Beispiel einen Waschbären, zu schwer gewesen wäre. Sie vermutet, dass der aktuelle Tatort kein Zufall ist und man den stacheligen Tierchen bewusst hatte schaden wollen.

Denn im vergangenen Herbst hatte es drei Vorfälle mit toten Igeln in Ober-Mörlen gegeben: Wie die WZ berichtete, wurden von September bis November 15 Igel tot aufgefunden - sieben in Plastiktüten verpackt, acht in der Usa »entsorgt«.

„Igelhasser“ in der Wetterau: Belohnung ausgesetzt

Die unmittelbare Nähe zum jetzigen Tatort lässt die »Igelmama« vermuten, dass es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt. »Wir haben schon herumgefragt, ob jemand jemanden gesehen hat, der nicht in die Gegend gehört«, sagt Otto Luzius.

Knierim-Haustein ruft auf Facebook dazu auf, auf Winterschlaf haltende Igel zu achten und wenn möglich Wildkameras zu installieren, die auch den Tierquäler einfangen könnten. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung ausgesetzt.

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