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Im Wintersteinwald werden erodierte Wege so saniert, dass die umgebenden Bäume in Zukunft das überflüssige Wasser zugeleitet bekommen.

Im Forst auf Sicht fahren

  • vonAnnette Hausmanns
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Ober-Mörlen (hau). Einstimmig votierten die Gemeindevertreter am Donnerstag in der Usatalhalle bei ihrer letzten Sitzung der Legislaturperiode für den vom Bauausschuss empfohlenen Waldwirtschaftsplan.

Hessen Forst hatte den Plan ausgearbeitet, Revierförster Bernd Pogodda und Forstamtsleiter Jörg Deutschländer-Wolff hatten ihn im Ausschuss vorgestellt und mit Veränderungen auf die Wünsche der Politiker reagiert. Fragen zur aktuellen Waldsituation sowie zu den langjährigen Veränderungen in Bezug auf Flächen, Kosten, Nachhaltigkeit und Struktur beantworteten die Fachleute im Ausschuss.

Eine konkret belastbare »Planung« sei aber unter der aktuellen Waldschadenssituation nur unter Vorbehalt möglich, hatten sie erklärt. Wasserknappheit, Borkenkäferbefall und die daraus resultierenden Schäden gäben letztlich das Handeln vor. Mittelfristig sei eine neue Waldstruktur erforderlich.

Hessen Forst müsse tagesaktuell entscheiden, was zu tun sei und »auf Sicht fahren«. Sichergestellt wurde indes, dass Baumaßnahmen an stark erodierten Waldwegen umgesetzt werden, beispielsweise sogenannte Sickertaschen und Wasserablaufmulden quer über betroffene Wege, um das Regenwasser in den umgebenden Wald zu leiten und damit nutzbar zu machen.

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